Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
16
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erzieht und zeitiget die edelsten und auch die gewöhnlichstenFrüchte. Das ist aber das Außerordentliche und Göttliche,daß Jesus Christus Allen, Allen, ein Helfer und Erlöserist; aber Jedem anders. Folgen wir seinem Unterrichte undBeispiele, so fassen wir die Union weit."

Der König stand auf und im langsamen Gehen durchdas Feld, über dessen grünenden Saaten die Lerche sang,sagte Er ernst und nachdenkend:Was ist denn in dieserWeite bei der Union und Allen, die zu ihr gehören, dieHauptsache?" Ich antwortete:Man würde das Wesenund den belebenden Geist der christlichen Union ganz verken-nen, vielmehr dieselbe verflachen, wenn man gar keine Grenzeziehen und das Allgemeine so nehmen wollte, daß das Be-sondere des Christenthums darin ganz aufginge. Das Eigen-thümliche des Christcnthums ist der Glaube an Christum;eine Religion ohne ihn ist keine christliche. Er, seine Per-son, sein Verdienst, sein Tod, ist der Mittelpunkt, von demAlles ausgeht, in welchem Alles sich vereinigt. Er ist derAnfang und das Ende; in ihm muß das Werk, als auf einemfesten Grunde, liegen, zu ihm es führen.Das ist," sagt er,das ewige Leben, daß sie ihn, der allein wahrer Gott ist,und den er gesandt hat, Jcsum Christum, erkennen." Werihn richtig erkennt, und dazu brauchen wir cieseeittlo dasganze Leben, und ihn bekennt, ist ein Christ, und der einevangelischer, der ihn für den alleinigen Mittler hält; fürden einen Meister, gegen den Alle Schüler sind. Der alleinist nur ein wahrer Christ, der mit ihm vereinigt, mit ihmeins ist; ein Solcher steht in der wahren Union. Wer soan ihn glaubt, daß er ihn hat, als sein Eigenthum ihnbesitzt und sich ihm ganz ergiebt, hat das wahre Leben.