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stärkende Lust eindringe, schlössen sie Alles zu und ab. Sicwaren und sahen sich an als die bestellten Wächter der reinenLehre, wie sie besonders in den 5 Büchern Moses geoffen-baret sei. Sic saßen auf seinem Stuhle und wurden vor-zugsweise die Schristgelehrtcn genannt. Ihr System wardüster, enge, ausschließend und intolerant. Auf den tobtenBuchstaben legten sie einen großen Werth, sie nahmen ihnwörtlich und bürdeten eine unerträgliche Last von (Zeremonien,Gebräuchen und Gebeten auf. An die Beobachtung derselbenknüpften sie allen Werth und machten davon abhängig dieGnade und das Wohlgefallen Gottes. Dabei waren sieHierarchen, die stolz und übcrmüthig über das Volk herrsch-ten, und je mehr sie den alleinigen Werth auf alles Acußcrelegten, um so mehr vernachlässigten sie alles Innere, dieHauptsache; die beglückende und bessernde Liebe blieb ihnenfremd. Die Klügeren und Einsichtsvolleren im Lande durch-schauten sie und ihre Heuchelei. Eben weil sie herrschsüchtigund engherzig bei ihren Satzungen blieben, brachten sie Un-^ einigkcit und Trennungen hervor, und statt die Eintracht zubefördern, führten sie herbei und nährten die Zwietracht.Separatisten und Scctcn aller Art gingen aus der Kirche,welche im Zustande der Stagnation sich befand, woran derFreisinnige kein Wohlgefallen fand, vielmehr Antipathien er-zeugte, mit ihren Anomalien hervor. Dazu kamen politischeDivergenzen und ihre unter der Asche glimmenden Gährun-gcn machten den Riß ärger und die wechselseitigen Animosi-täten giftiger. Das Ockium tlieo1o°ioum und pvlitleuinstammt schon von dieser Zeit her, und die Pharisäer, Saddu-cäer und Essäcr, fühlten seine Kälte, oder sein Feuer in sei-nen bösen Blicken, wenn sie sich nur sahen. Vorzüglich ver-haßt waren den Juden die Samariter mit darum, weil sie