Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
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der Mehrzahl des Volkes, dem Bürger und Landmann, derdoch auch eine Stimme hat, als eingewachsen lebendig erhielt,wollte Er nicht lädiren, und in dieser vertrauungsvollenLiebe von Alters her, wie in dem guten einheimischen GeisteSeines Hauses, fand Er die beste Garantie für Gegenwartund Zukunft. Er handelte in diesem Stücke wie ein weiserVater, der, gerührt von der anhänglichen Liebe seiner Kin-der, an seinem Genesungs- und Geburtsfcste gefällig ist undin ihre Wünsche eingeht; dann aber mit Ruhe dieselben mo-disicirt und seine väterliche Autorität, von der er in seinernatürlichen Stellung sich nichts vergeben will und darf, auf-recht erhält. Die Urvcrfafsung und das Vorbild SeinerAhnherren, unter welchen seit 450 Iahren merkwürdig genugkeine-durchaus schlechten, aber viele vortrefflichen sich befun-den, ließ Ihn die unbeschränkte Regierung in mächtigenHänden behalten, und Er übte sie stets wohlwollend, wobeiIhm die berathende Stimme des Staatsrathes und der ausallen Volksklassen bestehenden Landstände heilig war undblieb. Er aber stand, war und blieb auf der Höhe, von deraus Er das Ganze überschauete, und von diesem Standpunktekonnte nur der Monarch allein das widersprechend Nachthci-lige in der Gesammtheit der aus heterogenen Theilcn zu-sammengesetzten Monarchie richtig beurtheilen. Ihm warin Wahrheit ein umfassender, penetrirender Scharfblick eigen,und wenn die Rheinländer Ihm vor Augen standen, vergaßEr die Cassuben nicht. Dabei erkannte, verstand und ehrteEr die mächtig gewordene Volksstimme; sie war zu Ihmgedrungen in den Tagen der Noth, sie blieb Ihm theuer imSchöße des Glückes, und Er fand Trost darin, daß beiihrer Geltung Mißbrauch der Gewalt und Despotie in unse-rer Zeit unmöglich geworden. Dabei hatte der Preußische