Kmisiberichte aus Paris.
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Zierde der Familie, korinthische Säule dcS Hauses, und jugendlichblühend, anmutig und fast lächelnd liegt er auf der Bahre, so daßin diesem Gemälde das Leben trüb, häßlich und traurig, der Todaber unendlich schon erscheint, ja anmutig und fast lächelnd.
Der Maler, der so schön den Tod verklärt, hat jedoch das Lebennoch weit herrlicher darzustellen gemußt; sein großes Meisterwerk:„Die Schnitter", ist gleichsam die Apotheose des LebenS; beim Amblick desselben vergißt man, daß es ein Schattenreich giebt, undman zweifelt, ob es irgendwo herrlicher und lichter sei, als auf dieserErde, „Die Erde ist der Himmel, und die Menschen sind heilig,durchgöttcrt," DaS ist die große Offenbarung, die mit seligen Farbenaus diesem Bilde leuchtet. Das Pariser Publikum hat dieses gemalteEvangelium besser aufgenommen, als wenn der heilige Lukas esgeliefert hätte. Die Pariser habeu jetzt gegen letzteren sogar einallzu ungünstiges Vorurteil,
Eine öde Gegend der Nvmagua im italienisch blühendsten Abend-lichte erblicken wir aus dem Rvbertschcn Gemälde, Der Mittelpunktdesselben ist ein Bauerwagcu, der von zwei großen, mit schwerenKetten geschirrten Büffeln gezogen wird und mit einer Familie vonLnndleuten beladen ist, die eben Halt inachen will, Rechts sitzenSchnitterinnen neben ihren Garben und ruhen aus von der Arbeit,während ein Dudelsackpfeifer musiziert und ein lustiger Gesell zudiesen Tönen tanzt, seelenvcrgnügt, und es ist, als hörte man dieMelodie und die Worte:
Onini^slls,, tutwa, bslla,
Vvrsa, versa 11 bei vino!
Links kommen ebenfalls Weiber mit Frnchtgarbcn, jung und schön,Blumen, belastet mitAhren; auch kommen von derselben Seite zwei jungeSchnitter, wovon der eine etwas wollüstig schmachtend mit zumBoden gesenktem Blick einherschwankt, der andere aber, mit aufgehobener Sichel, in die Höhe jubelt. Zwischen den beiden Büffelndes Wagens steht ein stämmiger, brauubrustiger Bursche, der nurder Knecht zu sein scheint und stehend Siesta hält. Oben auf demWagen, an der einen Seite, liegt weich gebettet der Großvater, einmilder, erschöpfter Greis, der aber vielleicht geistig den Familien-Wagen lenkt; an der andern Seite erblickt man dessen Sohn, einenkühn ruhigen, männlichen Mann, der mit untergeschlagenem Beineauf dem Rücken des einen Büffel sitzt und das sichtbare Zeichen desHerrschers, die Peitsche, in den Händen hat; etwas höher auf demWagen, fast erhaben, steht das schöne junge Eheweib des MauneS,ein Kind im Arm, eine Rose mit einer Knospe, und neben ihr stehteine ebenso hold blühende JünglingSgcstalt, wahrscheinlich der Bruder,der die Leinwand der Zeltstange eben entfalten will. Da das Ge-