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Französische Auslände. II.
Gedanken aussprechen, in Anspruch nehmen walkte »nd sich dannbei jedem Gemälde hcrnmstriltc, ab ein Gedanke darin ist; ein Streit,wobei am Ende nichts gewannen wird, als ein Wart. Vielleicht,wenn es in seiner natürlichsten Bedeutung, nämlich für Darstellungenans der Weltgeschichte, gebraucht würde, wäre dieses Wart, Histvricnmalcrei, ganz bezeichnend für eine Gattung, die seht sa üppig emporwächstund deren Blüte schau erkennbar ist in den Meisterwerken bau Dclarache.
Dach ehe ich letzteren besonders bespreche, erlaube ich mir nocheinige flüchtige Warte über die Robertschcn Gemälde. Es sind, wieich schon angedeutet, lauter Darstellungen ans Italien, Darstellungen,die uns die Holdseligkeit dieses Landes aufS wunderbarste zur Anschannng bringen. Die Kunst, lange Zeit die Zierde von Italien,wird jetzt der "Cicerone seiner Herrlichkeit, die sprechenden Farbendes Malers offenbaren uns seine geheimsten Reize, ein alter Zauberwird wieder mächtig, und das Land, das uns einst durch seineWaffen und später durch seine Worte unterjochte, untersucht unsjetzt durch seine Schönheit. Ja, Italien wird unS immer beherrschen,und Maler, wie Rabert, fesseln uns wieder an Rom.
Wenn ich nicht irre, kennt man schau durch Lithographie diePifferari von Robert, die jetzt zur Ausstellung gekommen sind undjene Pfeifer aus de» albanischen Gebirgen vorstellen, welche umWeihnachtszeit nach Rom komme», vor den Marienbildern musizierenund gleichsam der Mutter GvtlcS ein heiliges Ständchen bringen.Dieses Stück ist besser gezeichnet, als gemalt, eS hat etwas Schroffes,TrübeS, BolognesischcS, wie etwa ein kolorierter Kupferstich. Dochbewegt es die Seele, als hörte man die naiv fromme Musik, dieeben von jenen albanischen Gebirgshirten gepfiffen wird.
Blinder einfach, aber vielleicht noch tiessinniger ist ein andere?Bild von Robert, worauf man eine Leiche sieht, die unbedeckt nachitalienischer Sitte von der barmherzigen Brüderschaft zu Grabe getragen wird. Letztere, ganz schwarz vermummt, in der schwarzenKappe nur zwei Löcher für die Augen, die unheimlich heranslugen,schreitet dahin wie ein Gcspensterzng. Ans einer Bank im Vordergründe, dem Beschauer entgegen, sitzt der Vater, die Mutter undder junge Bruder des Verstorbenen. Armlich gekleidet, ticfbeküinmcrt,gesenkten Hauptes, und mit gefalteten Händen sitzt der alte Mannin der Mitte zwischen dem Weibe und dem Knaben. Er schweigt;denn es giebt keinen größeren Schmerz in dieser Welt, als denSchmerz eines Vaters, wenn er, gegen die Sitte der Natur, seinKind überlebt. Die gelb bleiche Mutter scheint vcrzwciflnngsvoll zujammern. Der Knabe, ein armer Tölpcl, hat ein Brot in denHänden, er will davon essen, aber kein Bissen will ihm munden obdes unbewußten Mitknmmcrs, und um so trauriger ist seine Miene.Der Verstorbene scheint der älteste Sohn zu sein, die Stütze und