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10 (1898) Französische Zustände : 2
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Kommunismus, Philosophie und Klerisei. 33

Lieferanten, die Schmuggler, die Stockjobbers, die glücklichen Spitz-bube». Während der Restauration intriguiertc der Reichtum gegendie Gespenster des ölten Regimes, die wieder aus Ruder gekommenund deren Insolenz täglich'wuchs; das beleidigte, ehrgeizige Geldwurde Demagoge, liebäugelte herablassend mit den Kurzjacken, undals die Juliussouuc die Gemüter erhitzte, ward der Adelkünig Karl X.vom Throne herabgcschmissen. Der Bürgerkönig Ludwig Philippstieg hinauf, er, der Repräsentant des Geldes, das jetzt herrscht, aberin der öffentlichen Meinung zu gleicher Zeit von der besiegten Parteider Vergangenheit und der getäuschten Partei der Zukunft frondiertwird. Ja, das adcltümlichc Faubvurg Saint Germain und dieproletarischen Faubourgs Saint Antonie und Saint Marceau über-bieten sich in der Verhöhnung der geldstolzen Emporkömmlinge, und,wie sich von selbst versteht, die alten Republikaner mit ihrem Tugend-pathos und die Bonapartisten mit pathetischen Heldentiraden stimmenein in diesen herabwürdigenden Ton. Erwägt man diese zusammen-wirkenden Grölle, so wird es begreiflich, warum dem Reichen jetztin der öffentlichen Meinung eine fast übertriebene Geringschätzungzu teil wird, während jeder nach Reichtum lechzt.

Ich möchte, auf das Thema zurückkommend, womit ich diesenArtikel begonnen, hier ganz besonders andeuten, wie es für denKommunismus ein unberechenbar günstiger Umstand ist, daß derFeind, den er bekämpft, bei all seiner Macht dennoch in sich selberkeinen moralischen Halt besitzt. Die heutige Gesellschaft verteidigtsich nur aus platter Notwendigkeit, ohne Glauben an ihr Recht, jaohne Selbstachtung, ganz wie jene ältere Gesellschaft, deren morschesGebälke zusammenstürzte, als der Sohn des Zimmermanns kam.

II.

Paris, den 8. Juli >848.

In China sind sogar die Kutscher höflich. Wenn sie in einerengen Straße mit ihren Fuhrwerken etwas hart aneinander stoßenund Deichseln und Räder sich verwickeln, erheben sie keineswegs einSchimpfen und Fluchen, wie die Kutscher bei uns zu Lande, sondernsie steigen ruhig von ihrem Sitz herunter, machen eine AnzahlKnixe und Bücklinge, sagen sich diverse Schmeicheleien, bemühen sichhernach, gemeinschaftlich ihre Wagen in das gehörige Geleise zubringen, und wenn alles wieder in Ordnung ist, machen sie noch-mals verschiedene Bücklinge und Kuixe, sagen sich ein respektivesLebewohl und fahren von danncu. Aber nicht bloß unsere Kutscher,sondern auch unsere Gelehrten sollten sich hieran ein Beispiel nehmen.Wenn diese Herren miteinander in Kollision geraten, machen siesehr wenig Komplimente, und suchen sich keineswegs hilfreich zu