Die parlamentarische Periode des Blirgerkönigtums,
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nie etwas von ihm erfahren wird — aber dasselbe geziemt sich nichtfür einen deutschen Dichter, welcher die schönsten deutschen Liedergedichtet hat. Es wäre für mich ein entsetzlicher, wahnsinniger Ge-danke, wenn ich mir sagen müßte, ich sei ein deutscher Poet und zu-gleich ein naturalisierter Franzose. — Ich käme mir selber vor wieeine jener Mißgeburten mit zwei Köpfchen, die man in den Budender Jahrmärkte zeigt. Es würde mich beim Dichten unerträglichgeniere», wenn ich dächte, der eine Kopf finge auf einmal an, imfranzösischen Truthahnpathos die unnatürlichsten Alexandriner zuskandieren, während der andere in den angeborenen wahren Natnr-metren der deutschen Sprache seine Gefühle ergösse. Und, ach! nnansstehlich sind mir, wie die Metrik, so die Verse der Franzosen, dieserparfümierte Quark — kaum ertrage ich ihre ganz geruchlosen besserenDichter. — Wenn ich jene sogenannte ?os»is Ixrigus der Fran-zosen betrachte, erkenne ich erst ganz die Herrlichkeit der deutschenDichtkunst, und ich könnte mir alsdann wohl etwas darauf einbilden,daß ich mich rühmen darf, in diesem Gebiete meine Lorbeeren errnngen zu haben. — Wir wollen auch kein Blatt davon aufgeben,und der Steinmetz, der unsere letzte Schlasstättc mit einer Inschriftzu verzieren hat, soll keine Einrede zu gewärtigen haben, wenn erdort eingräbt die Worte: „Hier ruht ein deutscher Dichter."
ParlZ, den I. Juni I84Z.
Der Kampf gegen die Universität, der von klerikaler Seite nochimmer fortgesetzt wird, sowie auch die entschiedene Gegenwehr, wo-bei sich besonders Michelet und Qninct hcrvorthatcn, beschäftigt nochimmer das große Publikum. Vielleicht wird dieses Interesse baldwieder verdrängt von irgend einer neuen Tagesfrage; aber der Zwistselbst wird so bald nicht geschlichtet sein, denn er wurzelt in einemZwiespalt, der Jahrhunderte alt ist, und vielleicht als der letzteGrund aller Umwälzungen im französischen Staatslebcn betrachtetwerden dürfte. Es handelt sich hier weder um Jesuiten noch umFreiheit de? Unterrichts; beides sind nur Losungsworte, sie sindkeineswegs der Ausdruck dessen, was die kriegführenden Parteiendenken nnd wollen. Etwas ganz anderes, als man zu gestehenwagt, wo nicht gar das Gegenteil der inneren Überzeugung, wirdaus beiden Seiten ausgesprochen. Man schlägt manchmal auf denSack nnd meint den Esel, heißt das altdeutsche Sprichwort. Wirhegen eine zu gute Meinung von dem Verstände der Universitäts-Profcssorcn, als daß wir annehmen dürsten, sie polemisierten imvollsten Ernst gegen den loten Ritter Jgnaz von Loyola nnd seineGrabesgenossen. Wir schenke» hingegen dem Liberalismus der Gegnerzu wenig Glauben, als daß wb ihre radikalen Grundsätze in betreff