Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
 

2Z-r

meisten Staaten Europens das römische und das ca.'nonische Gesetzbuch Jahrhunderte lang gemeinschaftlichgehabt. Warum nicht auch, jede Nation in ihrerMuttersprache, ein übereinstimmendes? Dasselbe müßteein möglichst vollkommenes Werk dieser Art sign, dasverstände sich von selbst. Die Meinung, daß jederStaat nach Verschiedenheit seiner klimatischen Lage,seiner Versa umg, seinem Nolkscharacters :c. ein beson-deres Gesetzbuch haben müsse, ist offenbar nicht rich-tig. In Ansehung einzelner Gesetze über einige weni-ge Gegenstände kann das wahr seyn; aber in derHauptsache gicbt es nur eine Gerechtigkeit, nur eineWahrheit; diese wird durch die Natur der bürgerlichenActe und Geschäfte bestimmt; es giebt nur ein Na.'turrccht, das heißt, nur ein in der Natur und demWesen der Dinge gegründetes Recht; das wirklichVerständige ist nur eins, und ist überall verständig;es giebt nur einen Gott, eine Wahrheit«

Möchten die Staaten Europens eine allgemeineKiechenvcrsammlung veranstalten! Alle christlichenReligionsparthcyen sind in Ansehung ihrer kirchlichenDogmen milder geworden; alle haben nur einen undden nähmlichcn Gott, sie haben den nähmlichen Stif-ter ihrer Lehre; sie haben alle nur eine Moral, warumwollen sie sich parlheysüchtig von einander abscheiden?Gibt es ja doch nur eine Religion, und davon habenalle Parthepcu das Wesentliche, das Wahre. WoA'T i