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(Zum Prospeckt No. VII.)
Tsnnestein d. 12. May, 1784.
Nachdem Ich meine Geschäfte verrichtet hatte, ritt ich um 4 Uhr vonHönningen weg. Ich fuhr über den Rhein, ritt auf Breisig, und auf dieBrohl. — Auf der Brohl wird der Ducksteintras und der Duckstein inSchiffe geladen um nach Holland geführt zu werden. Hierselbst liegt derDuckstein in ungeheuren Haufen aufgethürmt. Nun wandte ich mich insGebirge um hieher zu kommen. Die Reise geht durch ein zwo Stundenlanges mit ungeheuren Gebirgen umgebenes Thal bis Tönnestein, welchesauch im Thale liegt. — Das erste Gebäude, woran wir kamen, war dieNetzemühle, woselbst eine Dratklopferey mit 6 Hämmern ist. Der Trasfallt durch schief liegende Thüren, welche aufgehoben werden können undaus parallel neben einander liegenden Eisenstäbchen bestehen. — Durch dieZwischenräume dieser Eisenstäbchen fällt der Tras durch. Er wird nachherausgeschöpft, und vor das Maas bekommt der Arbeiter drey Stüber.Dieß Werk treibt Hr. Fürth in Kölln. Auf der Brohl ist ein Verwal»tcr, so sich dermalen Wille schreibt. Breisig, Brohl, und ein grosserThejl dieses Thals sind Essendsch. Auch hat der Kurfürst von Trier ei»ncn Theil daran. Das Ducksteinbrechen ist im Essendschen und Kurtrieri-schen Anthcil ein Regal, aber im Kurkölnischen dem Eigenthümcr des Bergesselbst. — Der Duckstein liegt unmittelbar unter der Erdkruste; er geht sehrtief, fast bis an den Fuß des Berges, woselbst man auf Felsstcine undfaulriccbendcö Wasser stößt. Er wird mit Schiespulver gesprengt. Vonzwe» Karrn, die auf die Brohl geliefert werden, bekommt der Arbeitereinen Gulden. Wiewohl mir hier ist gesagt worden, das 4 Karren vonhier 4 b>6 s Gulden kosten. Viele Brüche haben eine ungeheure Tiefe.Ganze Berge sind weggebrochen und zum Thale gemacht. Sogar vieleStücke von Bergen ausgehölt. Ich ritt durch Gewölbe von Duckstein inkünstliche Thäler. Ober dem Gewölbe war Wald. Bircken und Bu-chen senkten ihre Aeste an den grauen Ducksteinwänden herab. — Daß derDuckstein Vulkanischen Ursprungs ist, daran zweifle ich keinen Augenblickmehr. ?) findet man an den-Ufern der Wege in besagtem. Thale eineMenge Vimsteine, welche auf dem Wasser schwimmen; 2) ist mit demDucksteine selbst solcher Bimstein vermischt; z) giebt es eine erstaunliche
Menge