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Dienstags den Listen Oclober. Zch reifte den Rhein herauf,und nahm die Lage der 7 Berge allzumal in Augenschein. Es sind freilich mehrals sieben: aber nur diese sieben sieht man in fernen Gegenden in einer Reihe lie-gen. Man sieht sie zu Düsseldorf auf dem Thurms der Stadkirche zu Neuß,zu Köln, bev Frankfurth u .s.w. Sie sind folgende: 1) Der Stromberg oderPetersberg; 2) der. Drachenfels; z) der Wolkenburg; 4) der grosse Oel«berg; 5) der Breiberich; 6) der Löwcnburg; 7) der Hemmerich. Auf demPetersberge stehet ein Bauerhof und eine Kapelle, die der Prälat von Helster-bach vor ohngcfähr 10 Jahren neu erbauen ließ. Ehedem wohnten, wie ge-sagt, die Heistcrbacher Mönche, aber nur eine kurze Zeit darauf. -- Es giebtauch nock einen kleinen Oelberg/ der mehr nach Westen liegt; man sieht ihn abernicht in der Ferne. Der Breiberich stegt westwärts des Lvwenburgs/ und istkleiner als dieser, welcher mehr ostwärts liegt; noch einen hohen Thurm hat, undder höchste von allen sieben Bergen zu seyn scheinet. Der Hemmerich ist dersüdlichste unter allen, und ganz mit Gesträuchen bewachsen. Südwärts desselbenliegt der Leiberich/ der aber in der Ferne nicht gesehen wird.
Diese sieben Berge erstrecken sich von Königswinter bis Honnef.Unter den Anwohnern sind sie wegen allerhand Gespensterhistörchen berühmt. DieTcufelsbeschwörer, sagen sie, verbannen alle Gespenster aus den Wohnungen derMenschen auf diese unwirthbaren Gebirge. Wenn der Pöbel in seinem Lebengehaßt hat, oder wer sich durch ein ruchloses Leben ausgezeichnet hat, geht nachseinem Tode in einem bleiernen Mantel, und in bleiernen Pantofeln, oder glühendauf diesen Gebirgen, u. s. w.
Ich setzte meinen Stab weiter, und kam nach Unkel, den berühmtenBasalt-Steinbruch daselbst zu sehen. Jenes liegt am rechten, dieser aber amlinken Ufer des Rheines. Ohngefähr isc> Fuß von letzterm liegt auch der be-rühmte Unkelsiein, der aus eitel Basaltsaulen besteht, im Rheine.
Die Basaltsieine haben bekannter Massen 4, s und 6 Ecken, undsind von verschiedener Dicke, indem einige nur einen Haiben Fuß und weniger,andere aber', wiewohl seltener, bey zwey Füsse im Durchschnitte betragen. Wennman sie durchschlagt, so finden sich hier und dort kleine glasartige Blattchen voneinem überaus hellen Glänze. Auch sieht man verschiedentlich hin und wieder indiesen Steinen runde Löcher: ihre Farbe ist dunkelblau.