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[1. Heft] (1784)
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gefährlich aus, theils well die Ruinen den Einsturz drohen, theils weil die An-wohner an der westlichen Seite des Berges den Graustem ganz weggebrochenhaben, so, daß die noch dahangenden Klumpen recht fürchterlich lassen, auch ausangeführten Ursachen viele Nisse haben. Bor ohngefahr sieben oder zehen Jah-ren ist wirklich ein solcher fürchterlicher Klumpen herabgervllt, der die Weinstöckemit sammt der Wurzel ausgerissen hat, und bis nahe an den WölsdorferHof gelaufen ist. Unvernünftig und tollkühn ist es gehandelt; und es sollte nurverboten seyn, bis so nahe unter dem Thurms zu graben und zu brechen, indemdiesem dadurch seine Fundamente genommen werden, und es darnach nur auf diegeringste Veranlassung, (von Sturm und Erdbeben will ich hier gar nicht reden,)ankömmt, daß er einfalle, und unter seinen Ruinen Land und Leute begrabe. Icherinnere mich sehr wohl eines Beyspiels, da solch ein altes Stück Mauer plotz^lieh einfiel, und einen Fuhrweg, sammt einem Wassergraben gänzlich verschütte-te. Warum so gefährliche Ruinen nicht je eher je lieber geschleift ?

Nichts gleicht der schönen und prachtigen Aussicht, die man von jenenHeyden Bergen genießt. Man sieht nämlich bei) heiterm Wetter die Domkirchezu Köln; die Abtei? Siegburg; (i) acht bis zehn Stunden weit indie Eichel /Undund nach Süden: aber Städte und Dörfer so klein, daß man glaubet, die Weltsei) unter unfern Füssen, um mich eines Ausdrucks zu bedienen, womit der vcr-ehnmgswürdige Greis, Herr Professor Lcidenfrost/ die Empfindung bezeichnete,die er hatte, als er in seiner Jugend den Blocksberg bestieg.

Wenn man von Drachenfels auf die beyden zwischen Honnef und demRolandsecke im Rheine liegenden, Eilande Grafen-und Rolands oder Nonnen-werth herabsieht; so glaubt man darauf springen zu können. Das GraseN-werth liegt am rechten Nfer, wovon es nur durch einen schmalen Strom getren-net ist. Es soll 60 Morgen halten, ist sehr fruchtbar, und mit vielen Nußbäu-men und Pappeln bepflanzt; auch findet man sehr viele L!em2t!8 m-borea daselbst.Als ich vor drey Jahren diese Eilande besuchte, fand ich jenes Grafeneiland soreihen, daß ich beynahe gewünscht hatte, ein ewiger Bewohner davon seyn zu kön-nen. Das Rolands-oder Nonncmvenh liegt am linken Nheinufer, und et-was höh?r als das Grafenwerth. Es soll :6o Morgen halten , wovon über6^ bekannt sind. Auch hat es Weinwachs: aber an Fruchtbarkeit und Anmuthkömmt es lange dem Grafenwerth nicht bey, sondern es ist steiniger, und weiles am südlichen Rheinuscr liegt, kaircr. Im Jahre 177 z brannte das darauf be-find,