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[1. Heft] (1784)
Entstehung
Seite
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Gegend ihre nöchigsten Folgen sind. Man nehme z. B. nur hundert Studentenan, und lasse jeden etwa 200 Thlr. im Jahre verzehren : da schon 20000 Thlr.herauskommen, die man aber, wegen des schnellen Umganges zwischen den Land-wirthen, den Hausbesizern, den Handwerkern und den Kaufleuten, mit Schlett- 'weiN/ sicher aus das zehnfache, das ist: auf 200000 Thlr. berechnen kann.Nun kommen hiezu noch die Gehälter der Professoren, und anderer akademischerBeamten, die auch verzehret und in den Kreislauf gebracht werden müssen, mit-hin des Auskommens nach dem Verhältnis als sie unter den flüssigen Volks-klassen herumgezählet werden, mehr machen. Zwar scheint die Sache, wennman das akademische Volk gröstenthcils aus Landeskindern bestehen läßt, et,was problematisch zu werden, indem man sagen könnte, die Circulation derResidenzstadt gewönnen auf Kosten der übrigen Städte des Landes : allein, dadie Eingebohrnen der letztern doch immer weniger verlieren, wenn sie ihr Geldnach der Residenz ihres Fürsten, als wenn sie es nach jeder andern Residenz-vder Akademienstadt schickten: so paßt jener Einwurf hieher nicht. Er würdeaber hieher passen, wenn z. E. das Erzstift noch eine andere Stadt hätte, dieeben so bequem für die Errichtung einer Akademie läge als Bonn, worinn aberdie Circulation schwerlich anders, als durch eine ähnliche Anlage in Gang ge-bracht werden könnte. Nur, daß dieser Fall hier nicht existirte, weiß ein jeder,der das Land kennet.

Bonn hat ein Kollegial und ein adeliches Damenstift; drcv Bettel-mönche und eben soviel Nonnenklöster; vier Pfarrkirchen; ein Zucht-und einArmenhaus, welches letztere der jetztregiende Kurfürst gestiftet hat, um die Gas-sen der Stadt vom Bettel zu saudern. Auch bettelt ausser den Mönchen,seitdem kein Mensch mehr an den Thüren.

Aber auch die Mönche in seinem Erzstifte weiß Mar Friedrich zumBesten seiner Untsrthanen zu nutzen. Verschiedene vvrtrefucbe Männer ausdem Benediktiner- Carmelitec- und Minoritenorden sind als Lehrer bep derAkademie angesetzt; und alle übrige Klöster im Lande, die dergleichen Männernicht hatten, um sie Herzugeben, müssen nach Maaßgabe ihres Vermögens,einen jährlichen Bevtrag an Geld steuern, wovon die Gehälter der andernLehrer bestritten werden. Andere Klöster auf dein Lande, und in den kleinernStädten müssen die untern Schulen daselbst übernehmen, wodurch die bisheri-gen Auslagen für weltliche oder besondere Lehrer gesparet, und zum Akademie-fond geschlagen werden können.

Die