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Jahrs l??7 den ersten Stein dazu: aber seine Vollendung hat es erst in denJahren 178' und 1782 erhalten. Musterhaft sind die unter demselben ange-legten öffentlichen Fleischhallen; und es macht der Polizey von Bonn Ehre,daß sie diesen Gegenstand ihrer Verwaltung einer vorzüglichen Sorgfalt gewür-diget hat. Zum Theile war es vordem mit den Fleischbänken hier, wie in nochvielen andern Städten der Nachbarschaft, wo man dieselbe, zumal im Sommer,weit umher richet. Eckelhaft und schädlich sind dergleichen Ausdünstungen oh-ne Zweifel, und daher die Anstalten, wodurch dieselbe, oder doch ihre Ausbreitungund Wirkung in einer Stadt gehindert werden, sehr löblich und nachahmenswerth:aber hier ist eben der schicklichste Ort nicht, davon zu reden:
Ein paar Worte über die Statistik von Bonn wolle man inzwi-schen, (weil wir sobald nicht dahin zurückkommen dürften,) ihre Stelle gönnen.
Die Stadt ist nicht groß: aber wohl gebauet, und nach Verhaltnißsehr volkreich : wiewohl die Anzahl der Einwohner, (ausschließlich der Garnisonzu 900 Mann, und der Geistlichkeit beyderle» Geschlechts etwa zu 250 bis 270und der Judcnschaft zu 200 Seelen), nicht über 11 ooo steigen soll. Beyna-he die Hälfte davon bestehet aus Dienern des Fürsten und des Staates, undist die Quelle, woher die andere Hälfte ihre meiste Nahrung erhält: denn fürden äussern Verbrauch bestehen wenig Gewerbe daselbst, wiewohl man nichtsagen kann, daß die Jnkonvenienzen, welche die Anlegung von Fabriken ingrossen oder Residenzstädten gewöhnlicher Weise verbieten, besonders sehr inBonn zusammentreffen. Eine Seifensiederei), woraus das ganze Land ver-sehen wird, und eine Essigfabrik bestehen auch daselbst: aber das nachgelegnePoppelsdorf ist dann doch eigentlich der Ort, welchen Fabrikanten, die Absichtauf Bonn und seine Gegend haben, lieber wählen, und welcher in dieser Rück-sicht mit der Zeit ansehnlich werden könnte.
Die Bevölkerung von Bonn hat seit kurzem durch die Errichtung einerAkademie einen ansehnlichen Zuwachs erhalten, wie sich dieses unter andern inder merklich gestiegenen Häusermiethe entdecken läßt. Aller Wahrscheinlichkeitnach wird jener Zuwachs nach Gerade, als die Akademie mit jedem Jahreihrer Vollkommenheit naher kömmt, steigen: Und ohne Widerspruch gehöreteine Volksvermehrung von jener Art unter die nüzlichsten, indem eine unglaub-liche Vermehrung des Geldumlaufes, mithin des Auskommens in einer ganzen