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[1. Heft] (1784)
Entstehung
Seite
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in Stand zu setzen. Doch änderte er hierauf den Gedanken, und entschloß sicheine neue Kirche auf einem etwa gelegenern und nahern Orte auszurichten.,,

Die Meynungen wegen des Platzes waren zertheilet, und da endlichFerdinand auf einen Tag mit seinen Hofstaat die annehmliche Lage des obernBerges zu betrachten, und den eigentlichen Platz zum Kirchenbau auszusuchen,hinaufgeritten war, siehe da, auf einmal stehet das Pferd Ferdinand» ganzstille, und war von dem Platz nicht abzubringen, obwohlen man demfelbemauch alle Gewalt angethan, kehret es immer auf diesen Platz zurück, und schlug mit seiner Huf eine Grude von etlichen Spannen breit und tief.,,

Ferdinand befahl hierauf auf nähmlichen Ort die Fundamente ungesäumt zu graben, die dann in ziemlicher Geschwinde alsoweit gekommen,daß den zten Mav selbigen Jahres ,627 der erste Stein zu dem Kwchen-bau, in Form eines Kreuzes gelegt werden konnte.

Nachdem nun dieser im Aprilmonate des Jahres 1628 benebstdenen zu beyden Seiten zugesetzten Oratorio und Sacristey vollendet, auch bereits die dre» Altäre fertig geworden, so ward den dritten May die Kirchevon dem Cöllnischen Weyhbischoff Ottone Gereone, in Gegenwart Ferdi- nandi, seinen Hofstaat und einer unzahltchen Menge Volkes feyerltchst ein-gewechet.,,

Die Andacht in diesem neuen Gotteshause fieng hierauf vonTage zu Tage stärker anzuwachsen, also, daß der zu Bedienung der Kircheangesetzte Priester alleinig in die Lange nicht aushalten konnte.

Verschiedene Orden bestrebten sich zwar hierauf, daß ihnen dieseKirche übergeben werden möchte; endlich entschloß sich Ferdinand auf Anste-hen seines Hofkap'.an und Kapellmeister Fortunat! Zanci, Servittenor-dens, und durch Zureden seines damaligen Ovristhosme-stern und Herrn Vet-ter Fcancisci Wilhelmi von Wartenbcrg, Bischofen zu Osnabrück, selbigedem Orden deren geistlichen Serviten, oder Diener Mariä genannt, zu übergeben.

Zu dem Ende dann dem damaligen Ordensvicario Generali, P.Archangelo Beniverio, von seiner gnädigsten Willensmeommg zugeschrieben,und im Jahre 16?6' die ihm während seinem Aufenthalte auf den, Neichs-tage zugeschickte zwcy Patres Amadäum und Cäsestinum mit einem Baybru-

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