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lOie zwote Residenz, wovon geschrieben ist, erbauet« Kurfürst Sa-lentin von Isenburg, und zwar in der Gegend von dem sogenannten Stock-heimerthore an, östlich bis an den alten Zoll auf dem Rheinufer» JenesStockheimer- (nun Stocken- und Michaels) Thor/ lag damals eine guteStrecke mehr westlich, als dermal, ohngefähr an der Stelle, wo itzt die Ein-fahrt in den Hof-oder Schloßgarten ist.
Ohne Zweifel war die obige engelbertische Wohnung damals nichtmehr brauchbar/ weil wir finden, daß Salentin, gleich beym Antritte seinerRegierung, und bis sein neuer Bau fertig gewesen, auf dem Schlosse zu Pop-pelsdorf refidirer habe, wie nicht weniger, daß die Landstande und Unterrha-nen des Erzstists, (die doch kurz zuvor, bey Gelegenheit der ausgeschriebenenTürkensteuer> gewaltig über Erschöpfung und Unvermögen geschrien hatten,)freudig und gern ansehnliche Summen zu jenem beygetragen haben. Dieß ge-schah in den Jahren 1567. ffg.
Von dieser zwoten Residenz nun muß, wahrender Zerstörungen derStadt Bonn in dem truchsefischcn Kriege, wenig übrig geblieben ftyn: we-nigstens findet man nicht, daß Ferdinand von Bayer»/ (der im Jahre 1612auf den erzbischöfiichen Stuhl gelangte im Jahre 1634 sich eine neue Resi-denz, nur aus dem Beweggrunde, angeleget hat,) weil er die alte zu schlecht,oder zu unbequem gefunden habe.
Von dieser dritten oder Ferdinandischen Residenz stand noch, vordem letztern Schloßbrande, ein Stück, das man den alten Bau hieß, undvielleicht aus einer Art von Religiosität und Ehrfurcht für das Andenken desalten Herrn nicht herunter gerissen hatte. Am Ende diente es zu nicht vielmehr, als eine Seite des neuen Baues zu mißstellen, und damals die Flam-me zu nähren. Vielleicht war es auch das einzige, was von jener Residenzaus zwoen, kurz nach einander gefolgtcn Bombardirungen der Stadt geborgenworden; und blieb also, der Merkwürdigkeit halber stehen.
Nach der letztern Beschliessung, die der batavische General Cohornkommandirte, mußte Bonn/ vermöge des Raftader Friedenschlusses, seineHauptwerker schleifen lasten; und da geschah's, daß (den 24 August 1717)
Kurfürst Joseph Clemens/ den ersten Stein zu dem dermaligen oder viertenRestdenzschlosse legre.
Be-