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[1. Heft] (1784)
Entstehung
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Wir überlassen es dem neugierigen Zuschauer, sich, mittelst des bey-gefügten Maaßstabes, in Ausmessungen desselben zu üben, und durchaus Ge-nauigkeit, Verhältnis und Großheit daran zu bewundern.

Was die Gewölber betrift, die in allem auf hundert Säulen ruhen;so sind davon jene des Chors bloß ausgemauert. Ihre Höhe betragt daselbstiso Werkschuhe die übrigen etwas weniger. Sie stehen in den MittlernKreuzgängen 5 5. Schuhe voneinander. Eine ungewöhnliche Kühnheit?.

Von den beiden Thürmen an jenem Eingange ist keiner fertig worden.Der an der Nordseite hat kaum zwanzig Schuhe über der Erde, und dienetdermal verschiedenen kleinen Hauschen zum Fundament. Der andere zeiget durchseine schon ansehnlichere Höhe (jeder war zu einer Höhe von fünfhundert Schu-hen bestimmet) und den, bis auf diese Stunde noch darauf befindlichen, Krah-nen (woher er jetzt der Domkrahnen heißt), daß es Ernst war, den prächti-gen Plan auszuführen. Nun dienet er zum Glockenthurme. Die grösteGlocke darin wieget 225, und die nächstgrvfte i is Centner, jeden zu ic>6.Pfund: beyde wurden im Jahre 1447. gegossen.

Was sich sonst über die Kühnheit des Baumeisters, der bey Auffüh-rung dieser Thürme so wenig Verhältnis' zwischen der Höbe und Basis beob-achtetzu haben wenigstens scheinet; weiter über dessen besondere Art und Kunst,eine ungeheure Steinmasse, ohne die sich Gebäude dieser Grösse und Vestigkeitnicht denken lassen, dergestalt zu ordnen und anzuwenden, daß man überall nurleichte und durchsichtige Filagranarbeit, statt Zeittrozzendem Monumente, zu se-hen glaubet, und über dergleichen mehr Besonderheiten sagen ließ, wodurch die-Ueberbleibsel aus jenen Zeiten uns für die Beleidigung, so sie unserm Geschma-cke anthun, so hinlänglich schadlos halten, wenn wir uns herablassen wollen, siezu fludiren/ dies alles, bitten wir unsere Lesere, Leser und Zuschauer, sich vondem Bilde selbst, das wir ihnen unter die Augen gebracht haben, sagen zu las-sen: und daß es dies könne und werde, davon sind wir aus Erfahrung vollkom-men überzeuget.

Diesen prächtigen und kostbaren Bau nun begann im Jahre 7248.(nachdem der alte, in diesem Betrachte minder vorzügliche, von dem ErzbischofeHildebold in der Gegend der alten Kölner- Burg angelegte, und von dessen

Nach-