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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
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XVII.

Zweytes Schreiben des angehendenHagestolzen.

^ast sollte es mich gereuen, daß ich die Ursachen, welchemich vom Heprathen zurückhalten, öffentlich bekannt ge-macht habe. Denn ich bin seitdem mit so vielen Vor-würfen, Zuschriften und Antragen überhäuft worden, daßich bepuahe nichts anders zu thun habe, als Rechtferti-gungen und höfliche Ablehnungen zu schreiben.

Einige haben mir den bittern Vorwurf gemacht, daßich überhaupt eine Abneigung gegen das schöne Geschlechthätte, weil ich mich nur allein bep dessen Fehlern aufhiel-te, und die Mannspersonen dabei) ftep ausgehen ließe.Diese mögen aber nicht bedenken, daß man sich nur beydemjenigen gern aufhält, was man verehrt und liebt; unddaß man nur an solchen Sachen bessert, die man einerVollkommenheit fähig und für die würdigsten hält.

Andre haben sich beklagt, daß ich ihreTöchter Namenvon Moden gelehret, die sie bisher noch gar nicht einmalgekannt hätten; hiedurch hätte ich die jungen Kinder nurvorwitzig gemacht , und die Mütter in neue Unkosten ge-stürzt. Meine Sittenlehre wäre dem Hirtenbriese jenesBischofs gleich, der seine Schaafe mit den Spötterepenaller Frepgeister vekannt gemacht habe, wovon sie vorherin ihrer Einfalt nichts gehöret hatten; und ich verdientemit dieser Bemühung, ohne Gnade, des Landes verwie-sen zu werden .,.. Allein eine von den Müttern, die sichsolchergestalt gegen mich beklagte, hatte selbst den Kopfä la dsrsllo, und eine andere ganz ä I'-Zuclsloulisuris.O! dachte ich, der gute Bischof würde euch nicht vielneues gesagt haben! und meine Autwort war: es thutmir leib, daß ich die Töchter etwas gelehret habe, wasdie Mütter gern für sich allein behalren hätten.

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