94 Schwöen emes Frauenzinnncrs:c.
die verächtliche Miene einer vornehmen Dame ans derStadt nnsern guten Pächter verführt hat, an seiner KranenSchmnck eines Jahres Pachtgeld zu verwenden, den Königzu betrügen, lind sich, seine schöne Fran und Kinder un-glücklich zu machen. Wie viel Verantwortung würden Sienicht ans sich haben, wenn ich schwach genug gewesen wäre,mich durch einen Blick von Ihnen beschämt zu halten? undwahrlich, es hat zwischen meiner Schwester und mir schoneinen kleinen Zank gesetzt, daß sie nicht ein Stück Hemd-linnen in H-r<unL»s verwandeln dürfte, weil Sie ihre ein-fältige VoliiMlZ verachtet hatten. Glauben Sie mir, dieMädchen auf dem bände sind nicht alle so stark, dieser Ver-suchnng zu widerstehen. Und es kann gar leicht dahinkommen, daß wir sagen werden, wie der letzte Krieg unsnicht so viel Schaden gethan habe, als die Raserey, aufdem bände alles das zu haben, was zur Roth ein Vorzugder Hauptstadt bleiben kann. Die Last dieser Verant-wortung liegt aber größtentheils denenjenigen aus, welchedie Pflichten nicht unterscheiden, und dasjenige an einembandmanne nicht mir Fleiß verehren, was zu seinem Be-ruf und zu seinem Stande gehöret. Ich bin u. s. w.
XVI.
Schreiben eines angehenden Hagestolzen
Ä?eg mit dem Einfalle, liebster Freund! das Hepratheuist keine Sache mehr für mich. Was mein Vater undGroßvater gethan, geht mich nichts an. Zu ihrer Zeit
war
>>) Der Hagestolz oder Weiberfeind bleibt allezeit ein brauchbarer Charakterfiic das Lustspiel, besonders wenn man ihn zum letzten Stammhalter einergroben Familie macht, um dessen Nerheprathuii!j sich die >ian,e Familie,»nd selbst diejenige bemühen kann, welche diese mit kundbarem S?echte lurlh» zur Frau bestimmet hat-