cm die Frau... m der Hauptstadt. 93
theile ich die Wirthin; und das gesunde Kind, welcheswir in einein reinlichen und stumpfen Rocke entgegen sprin-get, küsse ich mit Empfindung, wenn ich die Staatspup-,pcn unserer Frau Amlschreiberin sehr gelassen vorbepuei-gen sehe.
Und so sollten Sie auch denken, werthesie Freundin,wenn Sie zu uns kamen. Sie sollten sich des stadtischenZwanges und der kostbaren Beschäftigungen, wozu Sie derMüßiggang verdammet, auf dem Lande einschlagen, denAthem aus freycrLnft schöpfen, und mit aller Empfindungeines besreyten Sciavens auf einem tanzenden Fuße umdie gesegneten Fluren hüpfen. In der Hauptstadt könnenund müssen Sie ganz anders leben. Leute, welche in Be-dienung stehen, weiche den ganzen Vormittag ihre Arbeithaben, und gleichsam in einem vergüldeten Kerker wohnen,woraus sie nicht zu jeder Stunde gehen können, habenganz andere Arten von Ergötzlichkeiten nöthig. IhreFrauen befinden sich durch die Umstände an ein gleichesJoch gefesselt. Die Allein blizen, repas, Zcuipös lius. undalle Arten von Spielen werden ihnen mit der Zeit zu un-entbehrlichen Bedürfnissen. Ich lasse ihnen also solchemit Recht. Ich schenke ihnen Bälle, Comödien, Redou-ten und alles was dazu gehöret, in Kauf; ich bin über-zeuget, daß sie sich oft dabep in ihrer Art vollkommen er-freuen ; ich glaube, daß die Pracht der lzkondlos, Nippesund sjulkswens die besten Puppen für solche große Kindersind. Allein, eben diese Forderungen auf das Land zuerstrecken; diejenigen zu verachten, welche solche nicht er-füllen; darüber noch wohl gar zu spotten, und auf solcheArr den nützlichsten Theil der Menschen, welche auch ihreSchwachheiten haben, zu einer thvrigten Nachahmung zuverführen, dieses ist wahrlich Sünde.
Vergeben Sie mir dieses altfränkische Wort. Ichglaube, Sie werden solches nicht verstehen, darum setze ichnur erklärmMweise hinzu, daß vor nicht gar lauger Zeit
die