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XIV.
Schreiben eines Frauenzimmers über dieNatioualkleiduug.
^8iel Gluck zum neuen Jahre, mein lieber Hr. Proiek-teumacher ^). Sie nehmen mir es doch nicht übel ^),wenn ich mein erstes Compliment so fort nur dem mi-maßgeblichen Wunsche begleite, daß Sie sich in die-sem nagelneuen Jahre gegen das weibliche Publikum einbischen vernünftiger, wie im vorigen, betragen mögen.Sie können leicht denken was ich sagen will ; denndaß Ihr einfältiger Vorschlag, eine Nationalkleidung ein-zuführen, um uns armen geplagten Weibern das letzteVergnügen, die reihenden Veränderungen der Mode zubenehmen, hochstunvernünstig ') sep, werden Sie selbsteinsehen, und wenn Sie dieses thun, auch unschwer er-rathen was ich sagen will. Ueberhaupt hasse ich dieProjektenmacher 7); es sind nur Leute, die andern et-was auf die Hörner geben ^), und selbst nichts tragen
wollen.
1) Gehorsamer Diener.
2) Ganz und gar nicht.
z) Dce Bank, wo man die Wunsche diskontircn kann,ist mir unbekannt, ich bitte deshalb um eine gefalli-ge Anzeige.
4) Noch in der That nicht.
5) Was einfältig ist, muß wohl auch unvernünftig seyn.
6) Jetzt weiß ich es, nnd brauche es nicht mehr zu cr-ratheu.
7) Warum? Die Moden erfordern die größten Projek-teumachcr.
8) Sie find doch verhcvrathet?