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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
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Nachschrift.

Ä?ie ich vor drey Jahren die vorhergehende Deklamationentwarf, dachte ich noch nicht daran, daß man inSchwe?den auf gleiche Gedanken fallen würde. Man scheint aberdoch noch weit von dem rechten Punkte entfernt zu feyn,da man die Möglichkeit der Sache aus den Gründen be-zweifelt, welche ehedem von uns in dem 24. Stück desersten Tbeils gegen eine Kleiderordnung angeführet wor-den. Diese Gründe behalten allemal ihr Gewicht, erhe-ben aber gegen eine Natioualuniforme nichts, wennüberall dem ersten Manne von jeder Uni-forme, so wie hier vorgeschlagen, die gebührende Ehrewiederfahrt; wenn ein Landesherr das erste Stück vondem Ochsen auf seine Tafel bringen laßt, der für dasVolk gebraten wird; wenn er sich bisweilen ein Com-mißbrod oder eine Hospitalsuppe vorsetzen laßt, um dieKost seiner Söldner zu ehren; oder ein türkischer Bassasich täglich die Löhnung eines Janitscharen auszahlenläßt, um zu zeigen, daß er an der Ehre der GemeinenTheil nehme.

Der ganze geistliche Stand, welcher eine schwarze Uni-form trägt, bleibt allemal sattsam gehoben, wenn der Gene-ralsuperintendem bey Hofe zugelassen wird, und eine seinemRange gemäße Ehre und Achtung genießet. Der Bürger-stand ist allemal geehrt, wenn ihr erster Mann, alsder Bürgermeister, einen gleichen Vorzug erhält; undeben ss könnte die Kaufmannschaft ans ihrem Mittel ei-nen Repräsentanten haben, den der König vorzüglich ehr-te. Oh->e diese Voranstalt wird eine Natioualuniforme niedasjenige würben, was sie würben soll. Durch dieselbeaber ist von jeder Uniforme der erste Mann beyHofe, undjeder, der in der Uniforme steht, kann znm ersten Mannerwählet werden, mithin ist der ganze Stand geehrt.

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