64 Eil! gutherziger Narr bessert sich me.
die Welt spricht, eine schnöde Gewinnsucht gewesen.Aber wer lebt, wer denkt, wer handelt und wer schreibtohne Gewinnst? Sind nicht die Leidenschaften der Men-schen der kaltsinnigen Ueberlcgung zn Hülfe gegeben, undsind unsre Affekten nicht zehnmal beherzter, würksainerund eifriger als alle Vernunftschlüsse? oder ist die Pri-vatgewinnsucht schädlicher und gefährlicher als die Ge-winnsucht der Helden, welche Lander erobert ober verwü-stet, und die Unschuld an ihren Triumphwagen fesselt?
Doch ich mache keinen Anspruch aufPhilosophie, wennich nur mein Korn verkaufen, oder den Staat bewegenkönnte, meine Verdienste in der That zn erkennen. Indieser Absicht wende ich mich jetzt an das HochzuehrendePublikum, alseinen Körper, der allezeit noch Empfin-dung hat, wenn gleich alle dessen Theile ans lauter dick-häutigen Spöttern bestehen, mir welchen ich es nichtgern aufnehmen möchte; und ich hoffe, dasselbe wird mirnebst einer billiget« Schadloshaltnng die Gerecbngkeitwiederfahren lassen, daß ich sey, dem Namen nach zwarein Kornjude, in der That aber
ein Patriot wie andre-
X.
Eli! gutherziger Narr bessert sich nie.
Aas ist das letztemal, sagte Arist, und schwur dazu,daß ich jemanden meinen Beutel öffnen will. Ver-wünscht sei) die Gutherzigkeit, «venu man ihr ewiger Mär-tyrer seyn muß! ich habe Frau und Kinder, und leiheGeld, um andern zu helfen, die es vielleicht nicht wenhsind. In dem Augenblick, da er sich allen Entzückungendieses großen Vorsatzes überlies, schrieb ihm ein Frem-der,