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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
Seite
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Ein Patriot muß vorsichtig in seinen :c. 41

nach einer notwendigen Folge andre wieder beschweretwerden, verleitet; die Polizey irre niacht, den fleißigenHandwerker drückt, den Wucher befördert, den freudi-gen Geber schreckt; und einen großen Theil seiner Mit-bürger verführt, den Segen Gottes init traurigem Un-danke zu genießen? Sind sie aber gegründet: so ist esallemal auch ein unrühmliches Verfahren, die Zeit, woman auf Nettnngsmittel bedacht seyn sollte, mit unnüz-zen Klagen zn verlieren. In der Roth zeigt der Weiseseine Größe, der Christ sein Vertrauen auf Gott, undder Patriot Arbeit und Dauer; wenn Landplagen herr-schen: so ist er froher, eine Thräne zu stillen, als tamsend zu vergießen.

Wie viele sind aber unter denen, die bisher den Hau-fen der Klagenden vermehret haben, welche sich rühmenkönnen, den Grund oder Ungrund der Noth, womit unsalle hängende Mauler drohen, untersucht und nach eig-nen Erfahrungen geurtheilet zu haben? Wer Vorrathhat, macht die Roth groß, wer M^gel leidet, verrin-gert sie, und die Einwohner der Städte, denen das mäch-tige Herz nicht im Busen schlägt, was den edlen Land-mann bey muthigem Sinne erhält, verzagen entwederbei? jedem üblen Anscheine oder rechnen nur den Vor-thell aus, welchen sie vom Steigen und Fallen zu erwar-ten haben. Wo findet man also den unparthcpischenZeugen, wenn man nicht aus eigner Erfahrung urtheielen kann? . . .

V.Die