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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
Seite
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der Bevölkerung:e. 2z

Kirehsslel oder dem Staate zur Last falle. Hier forderedie grossere Bevölkerung wiederum eineothwendigeStrenge; sie fordert, daß Mutter und Kinder mit demVater, der den Staat unsicher gemacht hat, des Landesverwiesen werben, sollten sie auch gleich darüber im Elen-de umkommen. Es gehöret dieses zu den nothwendigcnAufopferungen; welche Religion und Menschenliebe zwarallezeit von selbst mildern werden, die aber doch in denAngen und Anstalten des Gesetzgebers ihre Richtigkeit be-halten müssen. Der Gesetzgeber muß, je mehr die Be-völkerung zunimmt, desto strenger seinem Plane nachge-hen, er muß das Mitleid und die Menschenliebe nicht mitAnstalten beschweren; sondern diesen die süße und würk-same Frepheit lassen, nach eignen Empfindungen zn han-deln , welche zur Zeit der äußersten Roth um so viel wirk-samer sepn werden, je minder sie vorher in die gefttzmä-sigen Anstalten cingeflochten worden: Die übrigen Be-schwerden, welche die zn starke Bevölkerung im StifteOsnabrück nach sich zieht, und die noch eine besendreBetrachtung erfordern, sind folgende:

Der wahre Landmann reichet bey einer theuren Zeitfast dnrchgehenbs üiit feinem Vorrathe aus ; den vielenNebenwohnern aber fehlts. Wenn nun diesen durch öf-fentliche Anstalten geholfen werden muß, es sey mit Fuh-ren, mit Korn oder mit Gelde; und diese Hülfe wirdvon der gemeinen Masse aller Kräfte des Staats genom-men : so ist offenbar, daß die größte Last davon demLandbesitzer aufgebürdet werde.

Eben so verhält es sich mit den Armen, Fündlingcn,Gebrechlichen, Rasenden und andern dem gemeinen We-sen auf diese oder jene Art zur Last fallenden Personen.Dergleichen Leute finden sich unter den wahren Landbe-sitzern gar nicht, oder wo sie sich finden: so fallen siedem gemeinen Wesen nicht zur Beschwerde. Unter denNebenwohnern und Heuerienten hingegen finden sie sich in

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