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Hatte die Regierung das Projett der Reductt'on nicht unwider-ruflich zur Seite gelegt, hatte sie die bestimmte Absicht zu einer spä-ten,, ihr gelegen scheinenden Zeit sie zu vollziehen, oder wollte sie,ohne eine feste Ansicht gewonnen zu haben, auch nur für die Zukunftfreie Hände behalten, so konnte der Finanzminister in der That dieFrage der Reduktion nicht unberührt lassen.
Da er schon im Jahre 1833, wie in dem zuletzt verflossenenJahre, der Reductio» als nahe bevorstehend erwähnt hatte, seitheraber alle Umstände für den Vollzug einer solchen Maßregel günstigergeworden waren, nicht nur die 5proe. Renten sich stets bedeutendüber Pari erhalten, sondern auch die 4proe. das Pari überschrittenhatten und nur durch die in Aussicht gestellte Reduction ein weiteresSteigen der 5proc. Rente verhindert worden seyn konnte; so mußteman erwarten, daß entweder mit dem Budget ein Entwurf vorge-legt oder wenigstens eine nähere Erklärung über die Frage nicht aus-bleiben werde. Ein gänzliches Schweigen wäre unter diesen Umstän-den wohl geeignet gewesen, im Publicum die Meinung zu verbreiten,daß man zuletzt doch noch auf eine Maßregel verzichten werde, vonder man ohnehin wußte, daß sie ihre zahlreichen Gegner habe. MSunausbleibliche Folge solcher vorherrschenden Meinung war, nach-dem die 4 Proc. das Pari überschritten hatten, die Annäherungder 5 Proc. an den Preis von 125 zu erwarten, welchen eine im-merwährende Rente von 5 erlangen muß, wenn eine Rente von 4mit 100 und hoher bezahlt wird. Wie hätte man aber spater, wenneinmal die Sproe. Rente ans 115, 120 und noch höher gestiegenwar, ans die Reduttionsfrage zurückkommen können, ohne sich dengerechtesten Vorwürfen von Seite der Staatsglaubkger und insbe-sondere aller neuen Erwerber von Fonds Preis zu geben?
Die Aeußernngen des Finanzministers hatten den ausdrücklichbezeichneten Zweck, das weitere Steigen der 5 Proc. zn verhindern;ihre Wirkung mußte sich aber unter den gegebenen Umständen noth-wendig weiter erstrecken. Man mußte sich nothwendig fragen.