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Romancero — Letzte Gedichte.
Mein Trust ist: Lethes Wasser habenNach jetzt verloren nicht die Macht,Das dnmnie Menschenherz zu labenMit des Vergcssens süßer Nacht.
5.
Ich habe verlacht, bei Tag und Nacht,So Männer wie Frauenzimmer,
Ich habe große Dummheiten gemacht —Die Klugheit bekam mir noch schlimmer.
Die Magd ward schwanger und gebar -Wozu das viele Gewimmer?
Wer nie im Leben thöricht war,
Ein Weiser war er nimmer.
6.
Ich sah sie lachen, sah sie lächeln,
Ich sah sie ganz zu Grunde gehn;Ich Hort' ihr Weinen und ihr Röcheln,lind habe rnhig zngesehu.
Leidtragend fvlgt' ich ihren Särgen,Und biS zum Kirchhof ging ich mit,Hernach, ich will es nicht verbergen,
Speist' ich zu Mittag mit App'tit.
Doch jetzt ans einmal mit BetrübnisDenk' ich der läugstverstorbnen Schar;Wie lodernd plötzliche VerlicbnisStürmt's ans im Herzen wunderbar!
Besonders sind es Julchens Thräncn,Die im Gedächtnis rinnen mir:Die Wehmut wird zu wildem Sehnen,Und Tag und Nacht ruf' ich nach ihr! —
Oft kommt zu mir die tote BlumeIm Fiebertraum; alsdann zu MutIst mir, als böte sie pvsthumeGewährung meiner Liebesglut.
O zärtliches Phantom, umschließeMich fest und fester, deinen MundDrück ihn auf meinen Mund — versüßeDie Bitternis der letzten Stund'!