166 Romancero — Letzte Gedichte.
Jene Dame, ja die alteKaka ist jetzt eine Dame,
Heißt Sennora Juanita,
Seit der Ritter sie erhoben
Zur Großfliegcnwcdelmeistrin,Obcrhamakschankcldame,lind Mundschcnkilt kiinst'ger JugendAuf der Insel Biiuiui.
Als Symbol deS Amtes hält sieIn der Hand ein Goldpokal,
Trägt auch eine hochgeschürzteTunika, wie eine Hebe.
Kostbarliche Brüss'ler Kanten,Perlcnschnüre, viele Dutzend,
Decken spöttisch die verwelktenBranncn Reize der Sennora.
Rokoko-anthropophagisch,Karaibisch-Pvmpadvnr,
Hebet sich der Haarwulstkopfpntz,Der gespickt ist mit nnzähl'gcn
Vvgclein, die, groß wie Käfer,Durch des prächtigen GefiedersFarbenschmelz wie Blumen ansschn,Die formiert aus Edelsteinen.
Diese närrische FrisurVon Gevögel paßt vortrefflichZu der Kaka wunderlichemPapagcienvogelantlitz.
Seitenstiick zu dieser FratzeBildet Juan Ponce de Leon,
Welcher, zuversichtlich glaubendAn die baldige Verjüngung,
Sich in: voraus schon geworfenIns Kostüm der lieben Jugend,lind sich bunt herausgeputztIn der Geckentracht der Mode:
Schnabclschuhn mit Silbcrglvcklein,Wic'n Gelbschnabel, und geschlitzteHosen, Ivo das rechte BeinRosafarben, während grün,