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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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164
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1ß4 Romancero — Letzte Gedichte.

Selbst der Bischof schmunzelt freudig,Freudig glänzen die KarbunkelnSeiner Nase und im FestschmnckWackelt er einher vergnüglich

Unterm Purpurbaldachin,

Eingeräuchert von Chorknaben,Und gefolgt von Klericis,

Die mit Goldbrokat bedeckt sind

Und goldgelbe SonnenschirmeUber ihre Köpfe halten,

Kolossalen Champignons,

Welche wandeln, schier vergleichbar.

Nach dem hohen GottestischeGeht der Zug, nach dem Altare,

Welcher unter freiem. HimmelHier am Meeresstrand errichtet

Und verzieret ward mit Blumen,Heil'genbildchen, Palmen, Bändern,Silbernem Gerät, Goldflittcrn,Und Wachskerzen, lustig funkelnd.

Seine Eminenz der BischofHält das Hochamt hier am Meere,Und mit Weihe und GebetWill er hier den Segen sprechen

Über jene kleine Flotte,

Welche, auf der Reede schaukelnd,Im Begriff ist abzusegelnNach der Insel Bimini.

Ja, die Schiffe dort, sie sind es,

Welche Juan Ponce de LeonAusgerüstet und gemannt,

Um die Insel aufzusuchen,

Wo das Waffer der VerjüngungLieblich sprudelt — Von dein UferViele Tausend SegenswünscheFolgen ihm, dem Menschheitsrettcr,

Ihm, dein edlen Weltwohlthttter —Hofft doch jeder, daß der RitterBei der Rückkehr einst auf EubaIhm ein Fläschchen Jugend mitbringt —