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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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145
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Drittes Buch. Hebräische Melodien.

Treffe. Herr, die Kapuziner,

Wie du Pharaon getroffen,

Der uns nachgesetzt, als wirWohl bepackt davon geloffen.

Hunderttausend Ritter folgtenDiesem König von Mizrajim,Stahlbepanzert, blanke SchwerterIn den schrecklichen Jadajiin.

Gott! da hast du ausgestrecktDeine Jad, und samt dem HeereWard ertrankt, wie junge Katzen,Pharao im Roten Meere.

Treffe, Herr, die Kapuziner,

Zeige den infamen Schuften,

Das; die Blitze deines ZornsNicht verrauchten und verpufften.

Deines Sieges Ruhm und PreisWill ich singen dann und sagen,lind dabei, wie Mirjam that,

Tanzen und die Pauke schlagen."

In die Rede grimmig fielJetzt der Mönch dem ZornentflammtcucViag dich selbst der Herr verderben,Dich Verfluchten und Verdammten!

Trvtzeu kann ich deinen Teufeln,Deinem schmutz'gen Fliegeugotte,

Lueifer und Beelzebube,

Belial und Astarvthe.

Trotzen kann ich deinen Geistern,Deinen dunkeln Höllcnposscn,

Denn in mir ist Jesus Christus,

Habe seinen Leib genossen.

Christus ist mein Leibgericht,Schmeckt viel besser, als LeviathanMit der weißen Kuoblauchsauce,Die vielleicht gekocht der Satan.

Ach! anstatt zu disputieren,

Lieber möcht ich schmoren, bratenAuf dem wärmsten ScheiterhaufenDich und deine Kameraden."

l4S

Heine's Werke. III. Bd.

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