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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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Romanccro Letzte Gedichte.

Mit dem Kranz von ImmortellenKommt sie, mir das Grab zu schmücken,lind sie seufzet:Uanvrs Iroinnnz!"Feuchte Wchmllt in den Blicken,

Leider wohn' ich viel zu hoch,

Und ich habe meiner SüßenKeinen Stuhl hier anzubieten:

Ach! sie schwankt mit müden Füßen.

Süßes, dickes Kind, du darfstNicht zu Fuß nach Hanse gehen;An dcm Barriere-GitterSiehst du die Fiaker stehen.

IS.

Wiedersehen.

Die Geißblattlaube Ein SommerabcndWir saßen wieder, wie ehmals, am FensterDer Mond ging ans, belebend und labendWir aber waren wie zwei Gespenster.

Zwölf Jahre schwanden, seitdem wir beisammenZum letzten Male hier gesesseil;

Die zärtlichen Glntcn, die großen Flammen,Sie waren erloschen unterdessen.

Einsilbig saß ich. Die Plaudertasche,

Das Weib, hingegen schiirrte beständigHerum in der alten Licbcsasche.

Jedoch kein Fünkchcn ward wieder lebendig.

Und sie erzählte: wie sie die bösenGedankeil bekämpft, eine lange Geschichte,Wie wackelig schon ihre Tugend gewesen - -Ich machte dazu ein dummes Gesichte.

Als ich nach Hanse ritt, da liefenDie Bäume vorbei in der Mondenhclle,Wie Geister. Wehmütige Stimmen riefen

Doch ich und die Toten, wir ritten schnelle.