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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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Seite
62
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Nomancero Letzte Gedichte.

Rvtjack', Rvtjack', blut'gcr Schlächter,Hast geschlachtet viele Tausend,

Bahre jetzt das OpfermesserIn den eignen alten Leib.

Aus dem aufgeschlitzten LeibSchlüpft alsdann hervor die Seele:

Uber Kiesel, über WurzelTrippelt sie zum Lanbfrvschteiche.

Dvrtcn hocket meine MuhmeRattenkön'gin sie wird sagen:Guten Morgen, nackte Seele,Wie ergeht es meinem Neffen?

Vitzlipntzclt er vergnügtIn dem honigsüßen Goldlicht?

Wedelt ihm das Glück die FliegenUnd die Sorgen von der Stirne?

Oder kratzt ihn Katzlagara,Die verhaßte llnheilsgöttin,

Mit den schwarzen Eiscnpfoten,

Die in Otterngift getrautet?""

Nackte Seele, gieb zur Antwort:Vitzlipntzli läßt dich grüßen,

Und er wünscht dir PestilenzIn den Bauch, Vermaledeite!

Denn du rietest ihm zum Kriege,lind dein Rat, es war ein AbgrundIn Erfüllung geht die böse,

Uralt böse Prophezeiung

Von des Reiches UntergangDurch die furchtbar bärt'gen Männer,Die auf hölzernem GevögelHcrgeflogen ans dem Osten.

Auch ein altes Sprichwort giebt eS:Wciberwille, Gvtteswille

Doppelt ist der GotteSwille,

Wenn das Weib die Mutter Gottes.

Diese ist es, die mir zürnet,Sie, die stolze Himmelsfürstin,

Eine Jungfrau sonder Makel,Zauberknndig, wnnderthätig.