Erstes Buch. Historien. 37
„Dieser tapfre GeneralIst seit Jahren mir fatal,
Doch ich wagte den VerhaßtenNiemals ernstlich anzutasten.
„Dn, mein Sohn, bist fromm und klng,GottcSfnrchtig, stark genug,lind es wird dir leicht gelingen,
Jenen Jvab umzubringen."
Köllig Richard.
Wohl durch der Wälder cinvdige PrachtJagt ungestüm ein Reiter;
Er bläst ins Horn, er singt und lachtGar seclcnvergnügt und heiter.
Sein Harnisch ist von starkem Erz,
Noch stärker ist sein Gemüte,
Das ist Herr Richard Lvwcnherz,Der christlichen Ritterschaft Blüte.
„Willkommen in England!" rufen ihm zuDie Bäume mit grünen Zungen —„Wir freuen uns, o König, daß duOstreichischer Hast entsprungen."
Dein König ist wohl in der freien Luft,Er fühlt sich wie neugeboren,
Er denkt an Ostreichs Festungsdnft —Und giebt seinem Pferde die Sporen.
Dcr Asra.
Täglich ging die wunderschöneSnltanstochter auf und niederUm die Abendzeit am Springbrunn,Wo die weißen Wasser plätschern.
Täglich stand der junge SklaveUm die Abendzeit am Springbrnnn.Wo die weißen Wasser plätschern;
Täglich ward er bleich und bleicher.
Eines Abends trat die FürstinAns ihn zu mit raschen Worten:
„Deinen Namen will ich wissen,
Deine Heimat, deine Sippschaft!"