Erstes Buch. Historien.
Wohnten in derselben Stube,Schliefen in demselben Bette!
Eine Laus und eine Seele,
Kratzten sie sich um die Wette.
Speisten in derselben Kneipe,Und da keiner wollte leiden,
Daß der andre für ihn zahle,
Zahlte keiner von den beiden.
Auch dieselbe HenrietteWäscht für beide edle Polen;Trällernd kommt sie jeden Monat, —Um die Wäsche abzuholen.
Ja, sie haben wirklich Wäsche,Jeder hat der Hemden zwei,
Ob sie gleich zwei edle Polen,
Polen ans der Polackei.
Sitzen heute am Kamine,
Wo die Flammen tranlich flackern;Draußen Nacht und SchneegestöberUnd das Rollen von Fiakern.
Eine große Bowle Punsch,(Es versteht sich: nnverzückert,Unversäuert, unverwässert)
Haben sie bereits geschlückert.
Und von Wehmut wird beschließenIhr Gemüte; ihr GesichtWird befeuchtet schon von Zähren,Und der Krapülinski spricht:
„Hätt' ich doch hier in ParisMeinen Bärenpelz, den liebenSchlafrock und die Katzfcll-Nachtmütz,Die im Vaterland geblieben!"
Ihm erwiderte Waschlapski:„O du bist ein treuer Schlachzitz,Denkest immer an der HeimatBärenpelz und Katzfell-Nachtmütz.
„Polen ist noch nicht verloren,Unsre Weiber, sie gebären,
Unsre Jungfrau« thun dasselbe,Werden Helden uns bescheren,