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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
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15
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Erstes Buch. Historien. IL

So geschehn den dritten JännerDreizehnhundert zwanzig sechsVor Christi Geburt. SignieretVon uns: RhampscnituS Rex."

Rhampsenit hat Wort gehalten,

Nahm den Dieb zum Schwiegersöhne,

Und nach seinem Tode erbteAuch der Dieb Ägyptens Krone.

Er regierte wie die andern,

Schützte Handel und Talente;

Wenig, heißt cS, ward gestohlenUnter seinem Negimente.

Der wciszc Elefant.

Der König von Siam, Mahawasant,

Beherrscht das halbe Jndienland,

Zwölf Kvn'ge, der große Mogul sogar,

Sind seinem Zepter tributar.

Alljährlich mit Trommeln, Posannen und FahnenZiehen nach Siam die Zinskarawanen;

Viel tausend Kamele, hochbernckte,

Schleppen die kostbarsten Landesprodukte.

Sieht er die schwerbepnckten Kamele,So schmunzelt heimlich des Königs Seele;

Öffentlich freilich Pflegt er zu jammern,

Es fehle an Raum in seinen Schatzkammern.

Doch diese Schatzkammern sind so weit,

So groß und voller Herrlichkeit;

Hier überflügelt der Wirklichkeit PrachtDie Märchen vonTausend und eine Nacht".

Die Burg des Jndra" heißt die Halle,Wo aufgestellt die Götter alle,

Bildsäulen von Gold, fein ciselieret,

Mit Edelsteinen inkrustieret.

Sind an der Zahl wohl dreißigtanscnd,

Figuren abenteuerlich gransend,

Mischlinge von Menschen- und Tier-Geschöpfen,Mit vielen Händen und vielen Köpfen.

ImPurpnrsaale" sieht man verwundertKorallcnbänme dreizehnhundert,

Wie Palmen groß, seltsamer Gestalt,

Geschnörkelt die Aste, ein roter Wald.