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Wenn die Sternschnuppen von mehrerenBeobachtern zugleich beobachtet werden, so er-leichtert dieses die Beobachtungen in einem hohenGrade, und diese gewinnen eben so sehr an Man-nigfaltigkeit und Schärfe. — Man erhält dannauf den verschiedenen Standlinien die günstigsteParallaxe für Nähe und Ferne, und da man ausmehreren Bestimmungen der nämlichen Stern-schnuppe das Mittel nehmen kann, so kann manzugleich die Gränze der Fehler angeben und dieseverminderen. —
Wenn viele zugleich beobachten, so ist dereinzelne Beobachter nicht so sehr gebunden, alswenn nur zwei sind, und man weifs, dafs, wennman nicht beobachtet, dem anderen auch alle seineBeobachtungen vergeblich sind. Beobachten io,so thut es wenig, wenn auch einmal einer verhin-
erhalten kann. Da dieses mit mehreren Schriften der Fallwar, so kennte es seyn, dafs manches, welches ich fürneu gegeben habe, nichts weniger als neu wäre. Es istwohl um so leichter, in diesen Fehler zu verfallen, jeweniger man Gelegenheit hat, seine Ideen mit der grofsenMenge des bereits von anderen gesagten, geschriebenenund gedruckten, zu vergleichen. — Wenn man be-denkt, was 100,000 Schriftsteller in ein Paar Jahrtausen-iden gedachtund geschrieben haben, so findet man es sehrwahrscheinlich, dafs über Gegenstände, welche nur inetwas die Aufmerksamkeit des Menschen auf sich ziehen,das melirste bereits gedacht und gesagt sey. — Nur denFall ausgenommen, wenn eine ganz veränderte AnsichtderDiuge, das Individuum der späteren Zeiten; zu einerneuen Ansicht führt, welche die früheren nicht habenkonnten*