Hemde vand, welches aus der Geschichte der drei h.Könige, Strasburg 1480 entnommen ist, die Traditionbestätige. Der vollständige Text des geschichtlichen Bucheswird im Anhange geliefert. In der Vorrede der historischenUntersuchung werden noch mehrere andere dergleichen Abbil-dungen, die in alten Büchern vorkommen, angegeben. Dafürverdienen die Herren unfern Dank; aber sie werden unsauch erlauben, daß wir ihnen die Beweiskraft vorhalten,die dergleichen alte Gemälde und Abbildungen für einehistorische Begebenheit haben. „Es ist bekannt genug,schreibt der protestantische Doctor Ehr. Walch,*) daß ausdem Umstände des Orts, wo Bilder und Stein-Aufschrif-ten gefunden, oder Münzen geprägt werden, nicht seltenwichtige Frag'i? entschieden werden können. Die so be-kannten Ausschriften, die das Andenken der Verfolgungenerhalten oder Märtyrern gewidmet werden, die Streitig-keit über die Basilidianischen Amulete und andere dergleichenÄlterrhümer können davon einen Beweis geben." Umsich aber bei dieser Beweisführung vor gewissen Fehlernzu hüten, schreiben die gelehrten Kritiker mehrere Regelnvor, worauf wir hier nur hinweisen können. ^)
So wird die Erfindung des h. Kreuzes durch Helenaauf einer großen Silbermünze vorgestellt, welche der be-rühmte Fr eh er im I. 1600 durch eine eigene Abhand-lung unter dem Titel: (lonstanUni Uigantini diumisrns-Us srgsntei expositio erläutert hat. Die Münze stelltaus der einen Seite den Kaiser Constantin, sitzend aufeinem prächtig gezierten Pferde vor, mit der Aufschrift:
5) Kritische Nachrichten von den Quellen der Kirchenhistorie.K. I. §. t0. S. 162.
^*) Vist trau. ^nt. Dürr, Oiss. De probstiauo per piotu-ras, »loAuoliae. 177!». K. XI. p. 31.