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nur das Kreuz zu finden gedacht, vielwcniger, daß über«Haupt Reliquien zu suchen ihre Absicht war," zu streichen.
Ganz richtig urtheilen indessen die Hrn. Prof., wennsie sagen S. 20. „Hätte wirklich Helena das Kreuz ge-funden, halte sie Reliquien absichtlich gesucht, so hat siedamit noch nicht den ungenähtcn Rock Christi gefunden."Denn Niemand hat daran gedacht zu behaupten, der un-genäbte Rock Christi habe in dem Grabe des Herrn oderin der Gruft bei den andern Werkzeugen gelegen. Wirwissen ja, daß derselbe in die Hände der Knegsknechtegekommen ist. Aber das ist doch gewiß nicht unwahr-scheinlich, daß, wie Hr. Marr annimmt, die Erfindungdes h. Kreuzes Veranlassung gegeben habe, auch andereReliquien aufzusuchen. Das Krcuzholz war allerdingsdas wichtigste, was zuerst erfunden, durch Wunder be-stätiget worden ist; alles andere, obschon auch Heilige,sah man als eine Zugabe au, wie sich dies zeigt selbstmit den Nägeln des Herrn. Der Rock des Herrn wargewiß Allen sehr Werth, heilig, wie er uns noch heilig ist,aber nicht so heilig, wie das Kreuz selbst nach der Wei-sung des Apostels: „Es sey fern von mir, mich zurühmen, außer in dem Kreuze unsers HerrnJesu Christi." Gal. VI. 14. Darum predigen wir auchJesnm den Gekreuzigten, wie Johann Damascenus sagt,nicht den Erhöbeten. Der Katholik wird also das nicktbilligen können, was die Prof., um ihr Argument gegenHrn. Marr zu schärfen, sagen: „Und doch war gewiß dasKleid des Herrn eine eben so wichtige Reliquie, als dasKreuzholz." Das Kreuz ist der Thron des Gott-Men-schen, ist die Siegesfahne, ist unser Ruhm, allen Gläu-bigen die beseligende Kraft. Wäre uns Katholiken derRock des Herrn so heilig wie das Kreuz, so würde man