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dieser große Kirchenlehrer auch auf die in Mailandnoch bestehende Überlieferung. „Die Alten sagen, dieNamen dieser Märtyrer einst gehört und die Titel gelesenzu haben; die Stadt wußte nichts mehr davon."*) —Schriftliche Urkunden können durch mancherlei Zufalleverloren gehen oder vernichtet werden, wo die kirchlicheÜberlieferung sich erhält und von Mund zu Mund fort-lebt. Gcrärh sie auch zuweilen, weil die Zeitgenossennicht mehr so genau darauf reflectiren oder nicht mehrWerth darauf legen, in eine Vergessenheit, so bleibendoch noch immer in dem alten Bode» einige Wurzeln, diezur gelegenen Zeit wieder austreiben und die zeitlichenNachforschte auf den alten Stamm zurückführen. Dieaufgeweckte Wurzel gewinnt dann bald neue Nahrungund wächst rasch auf.
Die uralte bischöfliche Kirche zu Trier, die Prima-tialkirche des U. Belgiens, bewahrt euie zweifache terar,lige Überlieferung: ->) daß sie den ungcnähten Rock desHerrn besitze, nnd d) daß sie diesen durch die h. Helena,des ersten christlichen Kaisers Constantin Mutter, mit nochmehrcrn andern Reliquien erhalten habe. — Die ersteÜberlieferung wollen die jungen Kritiker dadurch ver-dächtigen und kurzweg abweisen, weil die Trierer Kirchekeine bis auf die Zeit der h. Helena (I. 326.) zurück-gehende schriftliche Urkunden oder Zeugnisse auflegenkann; sie machen sich lustig über den enormen Sprungdes Hrn. Prof. Marr oder vielmehr Nücksprung vom12. bis zum 4. Jahrhundert, ohne dabei eine Pause zumachen, oder anzuzeigen, wo solche gemacht worden ist.Das ist allerdings etwas Unbegreifliches für jene, die gar
LS. 'luio. ll. vxsi-. 8. e>tU. Riturio. I>. S77.