wieder zu Grunde. Daher wellte d>e Stiftung neuer Hei-rathskassen auch nicht gelingen, uns ein vor etlichen Iah-ren im allgemeinen Anzeiger mehrmals zur Sprachegebrachter Versuch dieser Art fand so wenig Beifall, daßder Unternehmer, (ein Amtmann in Thüringen, wennich nicht irre,) den Plan bald wieder aufgab, und sich überden Mangel an Vertrauen auf seine Rechtlichkeit und Ein-sicht, ich weiß nicht mit welchem Rechte, sehr bitter be-klagte. Im vcrwicheuen Sommer erfuhr ich jedoch, daßzu Pyritz in Pommern schon feit einigen Jahren eineHeirathskasse besteht, und fand Gelegenoeir die ganze Ein-richtung derselben aus den gedruckten Statuten näher ken-nen zu lernen. Ich theile hier das Wesentliche der gan-zen Einrichtung in einem getreuen Auszuge mir.
1. Die Gefellschaft besteht aus Z2O Mitgliedern,welche für jetzt ohne Rücksicht auf das Alter eingetretensind.
2. In der Folge sollen diejenigen, welche die Auf-nahme wünschen, sich in dem Alter von 8 bis 12 Jah-ren melden, sogleich als Erpecranten norirr, und sobald«ine Stelle erledigt wird, ohne Rücksicht auf das alsdannerreichte Alter, aufgenommen werden.
z. DaS Eintrittsgeld beträgt nur einige Groschen,und soll zur Bildung eineS eisernen Kapitals ver-wendet werden.
4. Bei jeder Verheirathung zahlt jedes Mitglied 10Groschen Beitrag, doch sollen jährlich nicht mehr als 12Mitglieder ausgesteuert, also auch höchstens nur 12 Bei-träge gezahlt werden.