kich daS Kapital, dessen Vermehrung durch ZüsscSzinsenman sucht, mit 104 multipliziren und waS heraus kommtdurch loo dividiren, oder, was einerlei ist, mit dem Bruchemultipliziren, und diese Rechnung so oft wiederho-len, als die Anzahl der Jahre anzeigt, die das Kapital zins-bar benutzt wird. Wäre der Zinsfuß 5 vom Hundert, sowürde die Rechnung im Wesentlichen ungeändert bleiben,nur müßte man statt 104 die Zahl ioz setzen, weil 100,Rthlr., welche 5 vom Hundert Zinsen tragen, sich nacheinem Jahre in ioz Rthlr. verwandeln.
Das Einzige, was sich gegen diese Rechnung mitGrund erinnern läßt, wäre dieses: In der Regel lassen sichnur größere Summen, von 50 Rthlr. an, als zinsbare Kapitaleunterbringen. Die hier geführte Rechnung setzt aber vor-aus, daß alle, auch die kleinsten Bestände zinsbar unterge-bracht werden, und zeigt also eigentlich bloß an, bis zu wel-cher Grenze ein Kapital durch Zinsesziusen anwachsen könnte,wenn die zinsbare Belegung eines jeden auch noch so kleinenKapitals möglich wäre. Glücklicher Weise wird für Ver-lin diese Bcdcnklichkeic durch die hier bestehende Sparkasse sogut als aufgehoben, bei der jeder volle Thaler jährlich mit 4^-vom Hundert verzinset wird. Allein auch bei größeren Kas-sen verschwindet diese Bedenklichkcir ganz, wenn man über-legt, daß eS nicht nöthig ist, die zinsbare Unterbringungder Ueberschüsse bis zu Ende deS Jahres anstehen zu lassen,sondern daß sie sehr wohl im Laufe des Jahres, und spä-testens von b zu h Monaten geschehen könne. Dadurch wirdaber der auS der Rechnung entstehende Jrrthum mehr alsvergütigt, und es ist nicht zu befürchten, daß man durch daSvorhin angegebene Verfahren zum Nachthcil der Kasse rech-nen könne.
Aber das Verfahren wird sehr umständlich und müh-sam, wenn der Auwachs eines Kapitals berechnet werdensoll, welches eine große Unzahl von Jahren zinsbar benutzt