laßt sich schließen, daß von 1000 zu gleicher Zeit gebore-nen Kindern 250 im ersten Lebensjahre wegsterben, unddaß daher nur 7Z0 daS zweite Lebensjahr erreichen. Di-Beobachtung ergiebt ferner, daß unter 1000 Tobten, derMittelzahl nach, 89 Kinder sind, welche das zweite Le-hensjahr noch nicht vollendet hatten. Daraus läßt sich schlie-ßen, daß von 1009 zu gleicher Zeit Geborenen im Durchschnitt89 im zweiten Lebensjahre sterbe», und daß daher nur 66ihr zweites Lebensjahr wirklich vollenden, oder den Anfangdes dritten Lebensjahres erreichen.
Auf die nämliche An kann man mit sämmtlichcn,durch die wirkliche Beobachtung gefundenen Zahlen verfahren,und auf diese Weise eine vollständige Sterblichkeitstafel an-fertigen. Man sieht aber leicht ein, daß eine solche Sterb-lichkeitSrafel anders ausfallen wird, wenn man die Beob-achtungen aus den Todtenlisten vom platten Lande oderkleinen Städten, und anders dagegen, wenn man sieauS den Todtenlisten einer großen Stadt genommen hat,anders endlich, wenn man Beobachtungen vom plattenLande und aus große» Städten nach dem Verhaltniß ih-rer Volksmenge mit einander verbunden hat. Durch daserste Verfahren würde man eine nur für das platte Landanwendbare Sterblichkeitstafel erhalten, durch das zweiteeine Sterblichkeitstafel für eine bestimmte Stadt, durchdas letztere endlich eine Tafel, welche auf die Sterblichkeitdes ganzen Landes anwendbar ist.
In so fern hier zunächst von einer Anstalt für Ber-lin die Rede ist, wäre es nicht unzweckmäßig, eine be-sonders für Berlin angefertigte Sterblichkeitstafel zumGrunde zu legen. Eine solche Tafel ist bis jetzt abernoch nicht vorhanden, und wenn ich gleich bei ähnlichenVeranlassungen oft daS Bedürfniß derselben gefühlt habe,> so haben mich doch bis jetzt mancherlei Umstände abgehal-ten, mich dieser Arbeit selbst zu unterziehen. Ich werde