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Über Versorgungs- und Aussteuerkassen
Entstehung
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ganzen Unternehmens überzeugen kann. Man wird sichhoffentlich dabei überzeugen, daß unter allen Anstalten, welchesich auf die Sterblichkeit gründen, diese vielleicht der ge-nauesten Berechnung fähig, und bei einer redlichen undverständigen Verwaltung kein Mißlingen des ganzen Planszu befürchten sei.

Ehe ich jedoch das Verfahren der Rechnung darstel-len kann, muß ich über einige Voraussetzungen, welchebei derselben zum Grunde liegen, mich näher erklären undzwar zuerst

Ueber die sogenannte Sterblichkeitsordnung, undüber Einrichtung und Gebrauch der Sterblich-keits- Tafeln.

Auch ohne eine genauere Auseinandersetzung sieht je-der leicht ein, daß nie Beiträge nach Verschiedenheit desAllers zu ordnen sind Wer der Kasse in seinem gastenLc ensjabre beitritt, hat gerade so viel Wahrscheinlichkeitzur Hebung zu gelangen, als derjenige, welcher in seinem/gasten oder gasten Jahre sich zur Aufnahme meldet. Al-ler Wahrscheinlichkeit nach wird daher der erstere eine län-gere Zeit hindurch zur Kasse beitragen, als der letztere,und seine Beiträge werden daher um ein Merlliches ge-ringer sein. Um aber die wahrscheinliche Ausgabe derKasse überschlagen zu können, muß man im Stande seinzn berechnen, wie viele von den Thcilnehmern überhauptzur Hebung gelangen, und wie viele Jahre hindurch siedieselbe überhaupt genießen werden. Aus der Einrichtungder Kasse ist ferner bekannt, daß die Beitrage derjenigenMitglieder, welche vor dem 6gstcn Lebensjahre wegsterben,den übrigen Mitgliedern zu Gute kommen und also dazudienen sollen, die Beiträge im Allgemeinen niedriger anzu-setzen. Um also auch die wahrscheinliche Einnahme derKasse überschlagen zu können, muß man im Stande seinzu berechnen, wie lange die vor dem ögstcn Jahr weg-