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Über Versorgungs- und Aussteuerkassen
Entstehung
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Die gewöhnlichste Einrichtung dieser Kassen ist fol-gende. Alle vierzehn Tage, des Sonntags nach beendig-tem Gottesdienst, versammeln sich die Mitglieder, oft^ ^ hoo an der Zahl, in einem bestimmten Gasthause,um hier ihren kleinen Beitrag zu entrichten, das Bcßteder Gesellschaft zu berathen, und sich nachher bei einemGlase Vier, oder wie jeder sonst kann oder mag, zu er-götzen.

Eine solche Versammlung, so wie der bestimmte Bei-trag, der in den Versammlungen gezahlt wird, he.ßr eineAuflage, und der gesammte Vorstand der Gesellschaftführt den gemeinschaftlichen Namen: das T-schgcsäß,weil er, um alles besser zu übersehen, an eurem besonde-ren Tische seinen Platz nimmt, wo ihm auf Kosten derGesellschaft kredenzt wird.

Das Tischgesäß besteht in der Regel auS zwei bisvier Vorstehern, welche in den Versammlungen und beider ganzen Verwaltung auf Ordnung und Recht zu sehenhaben, einem Kassenschreiber, welcher die Stammrol-le der Gesellschaft führt, und über Einnahme und Aus-gabe Buch hält, und bei größeren Kassen aus einemEjontrolleur, unter dem ganz passenden Namen eines Ge-gen schreibe rS. Die Oberaufsicht endlich führt ein Mit-glied des Magistrats unter der Benennung eines Bei-sitzers der Kasse.

Die Auflage betragt in der Regel nicht weniger als6 Pf. und selten mehr als einen Groschen, wofür nachVerschiedenheit der übrigen Umstände ein Sterbegeld von10 bis 24 Rthlr. gezahlt wird.

Ich habe seit einer Reihe von Jahren vielfaltig Ge-legenheit gehabt, die Einrichtung und das innere Lebendieser Gesellschaften kennen zu lernen, da ich von der Be-hörde häufig aufgefordert worden bin, theils den Instandschon bestehender Kassen zu prüfen, theils die Angelegen?

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