Ideen oder das Buch Le Grand. 113
alte Noblesse mit ihrem verhungerten Lächeln, und hintcndrein mallendie frommen Kapuzen mit Lichtern, Kreuzen und Kirchenfahncn; —sogar in das höchste Pathos der Welttragödie Pflegen sich komischeZüge einzuschleichen, der verzweifelnde Republikaner, der sich wie einBrutus das Messer ins Herz stieß, hat vielleicht zuvor daran gerochen,ob auch kein Hering damit geschnitten worden, und auf dieser großenWeltbühne geht es auch außerdem ganz wie auf unseren Lumpenbreitern, auch aus ihr giebt es besoffene Helden, Könige, die ihreRolle vergessen, Coulissen, die hängen geblieben, hervorschallendeSouffleurstimmcn, Tänzerinnen, die mit .ihrer Leudenpocsie Effektmachen, Kostüme, die als Hauptsache glänzen — Und im Himmeloben, im ersten Range, sitzen unterdessen die lieben Engelcin, undlorgnieren unS Komödianten hier unten, und der liebe Gott sitzternsthaft in seiner großen Loge und langweilt sich vielleicht, oderrechnet nach, daß dieses Theater sich nicht lange mehr halten kann,weil der eine zu viel Gage und der andere zu wenig bekommt, undalle viel zu schlecht spielen.
Du sudliius au ricUouIs U u'^ n (xüuu pns, Uncinius! Wäh-rend ich das Ende des vorigen Kapitels schrieb, und Ihnen erzählte,wie Monsieur Lc Grand starb, und wie ich das tsstniusutuiu uUU-tnrs, das in seinem letzten Blicke lag, gewissenhaft exekutierte, daklopfte es an meine Stubenthiire, und herein trat eine arme, alteFrau , die mich freundlich frug, ob ich ein Doktor sei. Und als ichdies bejahte, bat sie mich recht freundlich, mit ihr nach Hause zu gehen,um dort ihrem Manne die Hühneraugen zu schneiden.
Kapitel XII.
Die deutschen Censvren — — — — — — — — —
Dummköpfe
Kapitel xm.
Madame! unter Lcdas brütenden Hemisphären lag schon derganze trojanische Krieg, und Sie können die berühmten Thrüneu desPriamos nimmermehr verstehen, wenn ich Ihnen nicht erst von
Hciue's Werke. V. Bd 8