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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
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haben:So hör ich wol, die Lutherischen sitzen in der Schriftund wir Pontifieii darneben." In der That, ein sonderbarerAusdruck: in der Schrift sitzen, und darneben sein. AberNosin sagt ja selbst, er käme von Luther her. Wovon hat ihndann Luther erhalten? Er war doch nicht gegenwärtig. DaSanbert und Spalatiu es aus bloßem Gerüchte referiren: hat LuthereS denn vielleicht von dem Herzog, oder von Eck selbst? Doch indem Ausdruck Pontifieii, Päpstler, Papisten erkennt manden Vater der Fabel; denn um diese Zeit wird ein katholischerHerzog die Seinigcn nicht Papisten genannt haben, wie dieLutheraner sie schünpfweise nannten. Die Kreissynode hat in derWeglassung dieses Wortes einige Klugheit bewiesen. Noch eineDifferenz in dieser Erzählung müssen wir hervorheben. NachSauberts Berichte soll der Herzog Wilhelm es gesagt habendem Churfürsten von Sachsen, nach Spalatin's Berichte aberdem I)r. Eck. Wir haben oben bemerkt, daß Eck nicht in derSitzung war, als die Confesston abgelesen worden; so war derChurfürst von Sachsen auch nicht in den beiden Ausschüssen.Wer mag nun so leichtgläubig sein wollen, einem solchen Gerede,das auf die verschiedentlichste Weise berichtet wird, auch nur einigeWahrscheinlichkeit beizulegen Wir wissen ferner, daß HerzogWilhelm von Baiern nicht nur während des Reichstages mit derkatholischen Parthei gehalten hat, sondern auch im Jahr 1537 aufder Synode zu Salzburg war.

I)r. Joh. Eck, Professor der Theologie zu Ingolstadt warnach dem Zeugniß aller der kühnste nud geschickteste Gegner derReformatoren und ins besondere Luthers; deswegen richteten auchalle ins gcsammt ihre Pfeile gegen ihn. Sie scheueten sich nicht,die schändlichsten Satiren auf ihn zu machen und in Druck zugeben, worin sie bald seinen persönlichen Charakter und Wandelherabwürdigten , bald seine wissenschaftlichen Kenntnisse und theolo-gische Gelehrsamkeit zu verhöhnen suchten. Gleich nach den Dis-putationen, die er imJahre 1519 zu Wittenberg, mit Ur. Carlstadt,und zu Leipzig mit Luther siegreich bestanden hat, erschien ein Buch:kloeius ckockolutiis, nuatoro ckaun. k>une. OcktuIgmderKlu,poetu laureato, «I. i. Der gehobelte Eck von Joh. FranzCottal am berg, gekrönten Dichter, unter welchem Namen

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