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Hieraus wird jeder leicht erkennen, daß alle die über denBischef zu Augsburg verbreiteten Gerüchte ebne Grund waren.Das erste Gerücht war: „Er soll »ach der Ablesung der Cenfessiongesagt haben: alles sei wahr, lautere Wahrheit." Dies soll nun,wie JonaS selbst sagt, bei Privatunterrcdungc» vorgefallen sei»;aber der Berichterstatter Jonas war nicht dabei; er hatte es alsovom Hörensagen, einer bekannten Mutter der Lüge. — Daszweite Gerücht meldeten die Abgeordneten von Nürnberg unterden Ausdrücken: So viel wir hören, sollen :c. und: wirsind auch glaublich berichtet ic>, also wieder vom Hören-sagen, denn sie waren nicht dabei, als der Bischof von Augs-burg dies gesagt hat. Aber wichtiger ist, daß daS, was die Nürn-berger Abgeordneten hier von dem Bischöfe melden, dem erstenGerüchte widerspricht; denn nach dem Berichte der Nürnbergerwar der Bischof des Friedens halber allenfalls bereit, in zweiArtikeln, von beider Gestalt des Saerameuts und der PriesterEhe, nachzugeben; also in den andern nicht; und doch soll er alles,was abgelesen worden war, für lautere Wahrheit gehalten haben.Wie stimmt dies zusammen? — Das dritte Gerücht enthalt denam 6. August vorgefallenen Disput. Judessen steht sehr zubezweifeln, ob am 6. August ein Fürstenrath gehalten worden.Denn nach einstimmigen Berichten ist am dritten August die Con-futation vorgelesen worden; zwei Tage später, am fünften August,war wieder Versammlung der Fürsten, zu welcher die Protestantengerufen woroen, um die Autwort des Kaisers zu hören. In dieserSitzung wurde ein Ausschuß von 17 Personen gewählt, die überdie streitigen Artikel unterhandeln sollten. Unter diesen war derBischof von Augsburg nicht. Am L. August war keine Sitzung;der Landgraf von Hessen war auch an diesem Tage abgereist, wieSleidau und mehrere andere melden Am siebenten August,der auf einen Sonntag fiel, wie Cochläus genau anmerkt, kamder Ausschuß von siebenzehn in dem Kapitels-Saale der Domkirchezusammen, um sich zu bereden. — So ist also auch das dritteGerede von dem Bischof zu Augsburg nichts weiter als eineErdichtun g.
Wir gehen nun zu der Aeußerung über, die man dem HerzogWilhelm von Bayern in den Mund legt. Melanchton sagt es
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