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und dann soll es in Privatgesprächen vorgefallen sein. Mandarf sich deßhalb auch nicht wundern, wenn die aufgenommenenGerüchte nicht ganz wörtlich übereinstimmen. Dies ist sa die Natursolcher Gerüchte, i/.im.i erosoit ouncko.
Jedoch weil die Kreissyuode so hohes Gewicht auf dieseAnecdote leget, daß sie dieselbe in ihren Katechismus über dieUnterscheidunglehren aufgenommen, wollen wir die dabei aufge-führten Personen und die ihnen zugeschriebenen Sagen etwasnäher betrachten.
Wir fangen mit dem Bischof zu Augsburg, Christopherusvon Stadion an. Er war ein sehr gemäßigter und friedlie-bender Herr: er wünschte nichts sehnlicher als eine friedliche Bei-legung der religiösen Streitigkeiten, und da die abgelesene Con-fessiou in manchen Stücken sich dem Römisch-Katholischen Lehrbe-griffe angenähert hatte, so scheint er der Ansicht gewesen zu sein,man möge einige nicht wesentliche Stücke nachgeben, um das Bandder Einigkeit zu retten. So berichten die Abgeordneten den 22.Juni, der Stadt Nürnberg an den Senat: „So viel wir hören(lVN). sollen die weltlichen Fürsten in solchem Artikel viel hef-tiger und ungeschickter weder die geistlichen sein, sondern Bayernund Herzog Georg von Sachsen. Wir sind auch glaublich berichtet,daß der Bischof von Augsburg also im versammelten Fürstcnratheunvcrscheucht gcrcdt haben solle: (fXU). ehe er wollt, daß manunvertragcn abscheiden sollte, wollt er che die zween Artikel vonbeeder Gestalt des Sakraments und der Priester Ehe nachgeben;und ob es noth wäre, über das noch mehr zu thun, sollt zuErhaltung Friedens uud Einigkeit an ihm auch nicht erwinden,welche Rede viele der Fürsten dem Bischof hoch verarget, undgleichsam dafür achten wollen, als ob er auch lutherisch wäre/")Seckendorf giebt in seiner Ncformat. Geschichte H. 74 einenandern Bericht von diesem Bischof über einen Disput, der am6. August vorgefallen sein soll. Er schreibt: „Das Merkwürdigstedabei ist wol gewesen, des Bischofs von Augsburg Christophvon Stadion Rede und öffentliche Vertheidigung der Augsbur-gischen Confession, mit dem darüber entstandenen Streit. Alsman nemlich vorläufig überlegen wollte, wie die Sache am besten
Iwetsolineiitvi' Dorp. Nefoi-in-a. II, ISO.