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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
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entfernten Freunden bald brieflich mit, und hielten sie Werth, sie indie Geschichte der Reformation aufzunehmen, woher es kam, daßsolche leere Gerüchte als geschichtliche Wahrheil betrachtet wurden.So schrieb unter dem 29. Juni Justus Jonas an Luther:DerBischof von Augsburg soll, wie man sagt, in Privatgesprächensich so geäußert haben: daS, was vorgelesen worden, ist wahr,ist lautere Wahrheit; wir können eS nicht in Abrede stellen." ')Er setzt unten noch bei:Im Rath soll sich der AugSburger Bischofdagegen, daß Strenge eintreten möge, erklärt haben." Von demErzbischof Matthäus in Salzburg berichtet er:Bei einem Privat-gcspräche soll der Erzbischof von Salzburg gesagt haben:Ich wollte,daß die Communion unter beiden Gestalten und die (Priester-)Ehe frei sei, ich wollte die Messe reformirt, eine Freiheil in denSpeisen und andern Satzungen, und daß die ganze Ordnung sobestehe, aber daß ein einziger Mönch uns alle reformircn soll,das heißt den Frieden stören: das ist nicht zu ertragen." °) Abernoch im nämlichen Briefe erzählt er, wie ganz anders der Erz-bischof in einein Gespräch mit Melanchton sich geäußert habe,wodurch einiger Maßen daö erste Gerücht widerlegt wird.Jüngsthat der Cardinal von Salzburg durch den Wolfgaug Strömerden Herrn Philipp zu einem Privatgespräch eingeladen. Als diesernun wohl erwärmt von ihm zurück gekommen war, erzählte eruns schon Morgens ganz frühe, was sie zusammen gesprochenhätten. Ich Habenichts, so sagte er, vernommen als Drohungen,gerade noch nicht daö Todesurtheil. Bei dem Worte: Gewissen,sprach der Salzburger: WaS Conscienz? Der Kaiser wird des StaatesVerwirrung (Ponturlmtianem i-oipulckiesz) nicht leiden." Dieobigen Worte des Just. Jonas gicbt Säubert^) puK. 85. so:

H Uioitnr lüpiscopus .Vuxustnnus in privatis eoll<x;uiis liufusmod! edi-disse voeem: !lla, gu!v reeitntk sunt, Vera sunt, sunt pura veritas; Iionpossumus intleiari. tlerg. lios. II, lS-l

2) 8!>I!sl>»r»'ensis divitur in private vollagu!» Iiano vovein edidisse.Vollem»tramgne speeiem, evnfu^ium libvra esse; vollem missam reformatam esse;vollem libertatem !» eibis et alüs traditionilms esse, et tvtnm ordinem siestnee, svd cpwd u»us Ronaelius dedeat »es rvt'ormare omaes, live est tue-bare paeem, l>»o no» est l'eronduni.^

2) itliraeula .i.ux»st. Conkesslon. odcr eigentlicher auf Kupfer gefertigterAbriß des ganzen Verlaufs, wie a. lSM von Kaiser Carl dem V. die evangel.Churf. und Stände ihre Confession und Glaubens-Bekenntniß abgelesen undÜbergeben :c. Nürnberg lS3l.