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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
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Versuche waren zu nichts mehr geeignet, als zu beweisen, daßauch ein allgemeines Coneilium von Seiten ') der Anhängerder neuen Lehre kein besseres Leos haben würde. Es warauch nicht wohl möglich, bei den gegenwärtigen ZuständenDeutschlands und bei der Annäherung der Türken ein allgemeinesCoucilium zusammen zu berufe». Man hoffte, die Sache aufeinem allgemeinen Reichstag besser abmachen und die Partheienunter sich aussöhnen zu können. Der Kaiser kündigte daher denewig denkwürdigen Reichstag zu Augsburg auf den 3. April 1530au, und bemerkte in der Ausschrcibungsurkunde:Gemüths,Willens und Meinung, allerlei des hl. Reiches, gemeiner Christen-heit und deutscher Nation obliegend zu handeln, und sonderlich,wie der Irrung und Zwispalts halben uusers heiligenGlaubens und christlicher Religion (als nicht der gering-sten Beschwörungen eine) desto fruchtbarer gehandelt und ge-schlossen werden möchte, wie derselbig Zwitracht des Glaubenshinzulegen, Widerwill zu fürkommen, ergangene Jrrsal Christounserm Seligmacher zu ergeben und eines jeglichen Gulbedüukcnund Meinung zwischen sich selbst, in Lieb und Gültigkeit zu hören,zu verstehen und zu erwägen, die zu einer einigen christlichenWahrheit zu bringen und zu vergleichen, alles, so zu beidenTheilen nicht recht wäre ausgelegt oder gehandelt, abzuthun, durchUns alle eine wahre Religion anzunehmen und zu halten, unddie Wir alle unter einem Christo sind und streiten, also alle ineiner Gemeinschaft der Kirchen und Einigkeit zu leben."

Nach dem Empfang dieser kaiserlichen Ausschreibungsurkundeschien es dem Churfürsten von Sachsen dienlich, ja uothwendig,um die protestantische Sache auf dem Reichstag gehörig vorbringenzu können, daß von den vorzüglichsten lutherischen Theologenein förmliches Glaubensbekenntniß aufgestellt, und dem Reichstagzu desto geschwinderer Uebersicht und Schlichtung überreicht werde.Er bcschied deßhalb unter Beilegung der kaiserlichen Ausschrei-bungsurkunde die Theologen von Wittenberg auf den 14. März

>) Is erat porversorum dominum, gui so oapita utgue antesi^nanosprolltebantur, iivor, iiiuck in pontilioem ockium, ut neu eck oontirmanckam, sockxotius eck oonvotlencksi» relixionem ooncitinm postulure vickorentur. .-dnckr.Mauruoenus Mstor. vonet. dckdr. 4.

2) Neue und vollständigere Sammlung der Reichsabschiede, ll. Th. S. 307.