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Der Reichstag von Augsburg im Jahre 1530 und die Aeusserung des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Bischofs Christophorus von Stadion von Augsburg, bezüglich der lutherischen Bekenntnißschrift : veranlaßt durch den Katechismus der evangelischen Kreissynode Duisburg ; eine geschichtliche Untersuchung
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König Ferdinand und die katholischen Stände hatten sehrungern, wie Coch laus und auch Sleid an 's» berichten, dieModifikation des Wormser Editö zugegeben, indem sie durch dieErfahrung belehrt, leicht vorsehen konnten, welchen Gebrauchman davon machen würde. Viele katholischen Stände hattenschon geklagt, daß die Lutherischen das frühere Beeret von Speyermißbraucht hätten, um unter dessen Vorwande, wie Casp. Ulen-berg sich ausdrückt, neue und dazu verabscheuungswürdige Ketze-reien auf ihrem Gebiete zu nähren und zu verthcidigcn. Da-gegen waren die lutherischen Stände mit dem letzten Beeret höchstunzufrieden. Der Churfürst von Sachsen, der Landgraf vonHessen und einige andere Fürsten hatten in der am 19. Aprilgehaltenen öffentlichen Sitzung dagegen protestirt, nachdem sie sichzuvor mit Melanchton und den andern anwesenden lutherischenTheologen hierüber benommen hatten. Diese Fürsten und Stände,welche diese Protestation eingelegt hatten, nannte man von dieserZeit Protestanten.

Es gehört zwar nicht zu unserm Plane, auch hier der Strei-tigkeiten zu erwähnen, die während des Reichstages zu Speyerzwischen den Lutheranern und Calvinisten oder Zwinglianern vor-gefallen sind. Die Fürsten gaben sich alle Mühe, diese beidenPartheien, die sich von der katholischen Kirche getrennt hatten, zuvereinigen und zu einem Bündniß wider die Katholiken zu bereden,allein beide Partheicn standen sich vorzüglich in der Lehre vomAbendmahl so schroff gegen einander, daß eine Einigung nicht zuStande kommen konnte. Vor allen war Luther der heftigste Feindder Zwinglianer oder Sakramentirer, die er auf das höchste ver-ketzerte. Man wird daher Mühe haben, die Ansicht einiger neu-ern Protestanten aufzunehmen, worunter auch Dr. Gieseler ist,welche sagen, die Neformirten und Lutherischen seien von Anfang anEins gewesen.Diese sind von jeher im Innern EinS, und nurvon Außen getrennt gewesen, schreibt Dr. Gieseler. Die Einheitwar also schon von jeher da, sie brauchte nur ausgesprochen zuwerden." Ich möchte wissen, wie Dr. Gieseler mit dieser innern

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2) Geschichte der lutherischen Reformatoren :c. Mainzer Ausgabe 1836.Seite 276.